Triathlon Jan Frodeno bricht Weltrekord

Jan Frodeno bei der Challenge Roth.

(Foto: Getty Images for Challenge Triat)

Der Ironman-Weltmeister absolviert die Triathlon-Langdistanz bei der Challenge Roth so schnell wie noch kein Mensch zuvor. Den Rekord will er mit einer Stuhlparty feiern.

Ironman-Weltmeister Jan Frodeno (Köln) hat den Weltrekord über die Triathlon-Langdistanz gebrochen. Bei der Challenge Roth benötigte der 34-Jährige für die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen 7:35:39 Stunden und unterbot die fünf Jahre alte Bestmarke seines Landsmannes Andreas Raelert um 5:54 Minuten.

"Das Rennen hat sehr weh getan, aber einen Rekord bekommt man eben nicht geschenkt", sagte Frodeno im Bayerischen Rundfunk. Seinen Erfolg wird er wohl nicht frenetisch feiern: "Jetzt ist erst mal eine Stuhlparty angesagt. Ich muss mich dringend setzen."

Zwei Schrecksekunden gab es für Frodeno auf dem Rad. Bei Kilometer 120 stürzte er. Körper und Material überstanden den Vorfall aber unbeschadet. Dann, kurz vor dem Wechsel zum Laufen, hätte ihn beinahe ein unachtsamer Autofahrer erwischt. Frodeno konnte gerade noch ausweichen. Er ließ sich durch die beiden Zwischenfälle nicht aus dem Konzept bringen.

Für Frodeno erfüllte sich damit der letzte noch offene Traum. 2008 hatte er in Peking bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille über die Kurzdistanz gewonnen, nach seinem Umstieg auf die längste Distanz gewann er im vergangenen Jahr neben der WM auf Hawaii auch die EM in Frankfurt am Main.

Alles deutet damit wieder darauf hin, dass im Oktober der Sieg bei der WM zwischen Frodeno und seinem ärgsten Widersacher Sebastian Kienle (Mühlacker) entschieden wird. Kienle, der 2014 eine ähnlich dominante Saison wie im Vorjahr Frodeno absolviert hatte, triumphierte vor zwei Wochen bei der EM.