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Transfercoups der Mavericks:Große Spieler aus dem Nichts

Lange Zeite hatte es so ausgesehen, als würde das Meisterteam der Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki auseinanderbrechen. Zahlreiche Spieler haben den Verein verlassen, doch nun gibt es prominente Zugänge.

Das vielleicht größte Kompliment kam aus LA, von Kobe Bryant. Der Star der Los Angeles Lakers ist eng mit Lamar Odom befreundet, und dass sein Kumpel jetzt ausgerechnet nach Dallas umzieht, zu jenem Basketballteam also, das die Kalifornier in den jüngsten NBA-Playoffs mit einem Sweep demütigte, also ohne Niederlage in der Serie (4:0), das setzt ihm zu. "Um ehrlich zu sein", sagte Bryant, "es gefällt mir gar nicht."

Dallas Mavericks media day.

Prominenter Zugang: Lamar Odom spielt künftig gemeinsam mit Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks.

(Foto: dpa)

Die Dinge haben sich aus Sicht der Dallas Mavericks und ihres deutschen Kapitäns Dirk Nowitzki, 33, rasant gedreht. Vorige Woche wurden Abgesänge über den NBA-Champion verfasst. Nach dem Ende des Tarifstreits beginnt die verkürzte Saison an Weihnachten, auf dem Transfermarkt geht es bis dahin zu wie an einem Wühltisch vor Ladenschluss. "Die Gerüchteküche wird noch mächtig brodeln", sagt Nowitzki amüsiert.

Dallas schien ein Verlierer des hektischen Schlussverkaufs zu werden, bei dem mehr denn je auf die Gehaltsobergrenzen zu achten ist. Sie mussten Center Tyson Chandler zu den New York Knicks ziehen lassen, er galt als entscheidendes Puzzleteil beim Titelgewinn; auch J.J. Barea und Caron Butler sind weg. Doch Nowitzkis Laune ist gut in diesen Tagen, in denen er mit den Mavericks das Training aufnimmt. Vor allem wegen Odom.

Lamar Odom, 32, ist nicht irgendwer in der NBA, und auch wenn er als Forward von 2,08 Metern die Vakanz am Brett nicht tilgen wird, so ist Klubeigner Mark Cuban doch ein Coup gelungen. Odom war sieben Jahre ein Laker, mit ihnen zweimal NBA-Meister und zudem mit dem US-Team 2010 Weltmeister; er ist ein faszinierender Allrounder, in der vergangenen Saison erzielte er im Schnitt 14,4 Punkte und wurde zum besten sechsten Mann der Liga gewählt.

Wir haben aus dem Nichts einen großen Spieler geholt", sagt Nowitzki. Der Deal war über Nacht zustande gekommen, da die NBA den Wechsel von New Orleans' Spielmacher Chris Paul zu den Lakers untersagt hatte. Im Rahmen dieses Transfers hätte Odom nach New Orleans wechseln sollen - bis zuletzt wusste er nichts davon.

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