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Transfer von Mario Gomez:Zwischentöne in der Mannschaft

Wer den Zwischentönen lauschte in den vergangenen Monaten, auch in Riva wieder, der konnte hören, dass irgendetwas zwischen Mannschaft und Gomez geraten war, das sich schwer greifen ließ. Auch Philipp Lahm, der Bayern-Kapitän und Nationalmannschaftskollege, lobte ihn als "Topstürmer", das war ja auch nicht zu bestreiten. "Wir sind ganz entspannt", sprach Lahm kürzlich: "Solange bei Mario nichts entschieden ist, ist er Teil der Mannschaft." Doch es lag auch eine Spur von Distanz in diesem Ausspruch, weil Lahm, genau wie alle anderen Kollegen eines eben niemals sagte: Es wäre schön, wenn Mario bei uns bliebe, wir brauchen ihn.

Auch bei den Fans war Gomez durchaus akzeptiert, niemand hat vergessen, dass er in seinem letzten Pflichtspiel, im Pokalfinale gegen Stuttgart, den Sieg fast im Alleingang besorgte. Auf dem Trainingsplatz in Arco feierten sie ihn, wenn er denn mal nahe genug an die Tribüne rückte (worauf er selten noch Lust hatte), "Mario, Mario!", skandierten dann viele. Und ein enthemmter Fan im grünen Werder-Trikot, der hier wohl zufällig urlaubt, schrie von allen am lautesten: "Mario, komm doch zu uns!" Ein Scherz: Gomez ist natürlich immer noch zu gut für das Werder Bremen der Gegenwart.

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In Florenz soll Gomez nun den allseits beliebten Ohrenschrauber Luca Toni ersetzen, den es zu Hellas Verona zog. Von der Spielveranlagung ist Gomez ähnlich strukturiert: vorne drinstehen, kurz warten, dann präzise schießen, meist ins Tor. So war Toni bei den Bayern, so war Toni in Florenz, und so war Gomez bei den Bayern.

Allein, warum nur ging er nicht nach Neapel? Der SSC hatte den Bayern 22 Millionen Ablöse geboten und dem Spieler ein Jahresgehalt von 6,4 Millionen. Gomez hätte in der Champions League gespielt und unter Trainer Rafael Benítez noch einiges gelernt. Aber jetzt? Maximal die Chance auf eine Teilnahme an der Europa League. Dafür wohnt er in der schönen Toskana und nicht in einer wilden Stadt an einem Vulkan, in der bekanntlich die Mafia recht präsent ist.

Zu diesen Fragen dürfte Mario Gomez gerne einmal sprechen. Wenn nicht auf der Bayern-Homepage, dann bei seiner Antrittsrede in Florenz. Dem Ziel seiner Flucht, dem Ort seiner Zukunft.