Trainerentlassung in Aue:Falko Götz muss gehen

FC Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf

Aus in Aue für Trainer Falko Götz.

(Foto: dpa)

Die erste Trainerentlassung der Saison ist perfekt: Zweitligist Erzgebirge Aue sucht einen neuen Coach. Erik Durm verlängert seinen Vertrag bei Borussia Dortmund bis 2019. Skirennfahrerin Marlies Schild beendet ihre Karriere.

Fußball, 2. Liga: Die erste Trainerentlassung im bezahlten deutschen Fußball ist perfekt. Nach nur vier Spieltagen muss Falko Götz beim Zweitligisten FC Erzgebirge Aue gehen. Der Vorstand beschloss am Dienstag, den 52-Jährigen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Ursprünglich hatte Götz noch einen Vertrag bis Ende Juni 2015. Nicht nur vier Saisonniederlagen in Serie, sondern vor allem das Auftreten des Teams waren der Grund für die Trennung. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. "Wir sind alle Profis, es zählen nur Leistungen und Ergebnisse. Es geht nicht um Befindlichkeiten, sondern um das Wohl der Mannschaft und des Vereins", sagte Präsident Lothar Lässig.

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich indes mit einem beeindruckenden Sieg der Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga genähert. Die Franken bezwangen im Topspiel den FC St. Pauli 3:0 (2:0) und haben als Tabellensiebter nur noch einen Zähler Rückstand auf den VfL Bochum, der ein Sextett von punktgleichen Teams anführt. Kacper Przybylko (21.), Zsolt Korcsmar (23.), und Florian Trinks (52.) trafen zum zweiten eindeutigen Heimsieg nach dem 5:1 gegen den Erzrivalen 1. FC Nürnberg. Die Hamburger rutschten mit nach einer erneut enttäuschenden Leistung auf Platz 14 ab und haben weiterhin nur vier Punkte auf dem Konto.

St. Pauli-Trainer Roland Vrabec steht zunehmend unter Druck. Doch der Sportchef stärkte dem Coach direkt nach dem Abpfiff den Rücken. "Stand jetzt gab und gibt es keine Trainerdiskussion. Wir haben weiter Vertrauen in Roland, aber wir müssen gucken, wo wir ansetzen können. Wir werden das gemeinsam analysieren", sagte Rachid Azzouzi. Auf der anderen Seite war Fürths Trainer Frank Kramer vollauf zufrieden: "So eine Leistung müssen wir immer abrufen. Wir haben versucht, mit Druck zu spielen, sind aber trotzdem nicht mit dem Kopf durch die Wand gegangen."

Bundesliga, BVB: Fußball-Nationalspieler Erik Durm hat seinen Vertrag mit Borussia Dortmund vorzeitig verlängert. Wie der Bundesligist am Dienstag mitteilte, einigten sich beide Seiten auf eine Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2019. Der 22 Jahre alte Außenverteidiger war ursprünglich bis 2017 an den BVB gebunden. "Erik ist ein toller, bodenständiger Junge, der perfekt zu Borussia Dortmund passt. Für uns war völlig klar, dass wir seiner ausgezeichneten sportlichen Entwicklung Rechnung tragen und diesen Vertrag langfristig verlängern", kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Ski Alpin: Österreichs Skirennfahrerin Marlies Schild hat ihre Karriere beendet. Dies gab die 33 Jahre alte Salzburgerin am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt. "Es waren 20 Jahre, in denen ich den Sport ausleben durfte. Ich bin wirklich stolz darauf, das geschafft zu haben", sagte Schild unter Tränen. Eine konkrete Planung nach ihrer Laufbahn habe sie noch nicht, erklärte Schild, die vier Olympia- und sieben WM-Medaillen holte und 37 Weltcupsiege feierte. Im Slalom hält die Weltmeisterin von 2011 mit insgesamt 35 Weltcup-Erfolgen sogar den Rekord.

Fußball, Premier League: Nach Berechnungen der BBC gaben die 20 englischen Erstligisten in der gerade beendeten Sommertransferperiode 835 Millionen Pfund aus, umgerechnet rund 1,06 Milliarden Euro. Kein anderer Klub der Insel gab mehr Geld für neue Spieler aus als Manchester United. Trainer Louis van Gaal holte für geschätzte 150 Millionen Pfund (rund 190 Millionen Euro) Spieler wie zuletzt Radamel Falcao vom AS Monaco oder Ángel di María von Real Madrid. Die englischen Premier-League-Vereine profitieren seit dieser Saison von einem deutlich höher dotierten TV-Vertrag.

Basketball-WM: Gastgeber Spanien hat bei der Basketball-WM seine weiße Weste mit einer Demonstration der eigenen Stärke gewahrt. Der Weltmeister von 2006 gewann beim Heimspiel auch sein drittes Spiel gegen Brasilien 82:63 (45:36) und führt damit die Gruppe A an. Überragender Mann des Abends war NBA-Profi Pau Gasol von den Chicago Bulls, der 26 Punkte für den zweimaligen Europameister erzielte. Zuvor hatte Europameister Frankreich seinen zweiten Sieg verbucht. Das Team um NBA-Champion Boris Diaw (San Antonio Spurs) fertigte die weiterhin sieglosen Ägypter mit 94:55 (51:26) ab. Topscorer der Franzosen, die zum Auftakt gegen Brasilien verloren hatten (63:65), war Joffrey Lauvergne mit zwölf Punkten. Dritter der Gruppe ist Serbien, das den Iran mit 83:70 (42:38) bezwungen hatte.

Volleyball-WM: Vizeweltmeister Kuba hat sein Auftaktmatch bei der Volleyball-WM in Polen überraschend verloren. Der nächste Gegner der deutschen Mannschaft unterlag Außenseiter Finnland in Kattowitz mit 2:3 (25:18, 25:21, 25:27, 23:25, 12:15). Am Mittwoch (13.00 Uhr) trifft Kuba am zweiten Spieltag der Gruppe B in der Arena Spodek auf die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). Deutschland hatte zum Auftakt mit 0:3 (21:25, 19:25, 17:25) klar das Nachsehen gegen Titelverteidiger Brasilien. Um sich für die zweite von drei möglichen Gruppenphasen zu qualifizieren, muss das DVV-Team unter die besten Vier der Sechsergruppe kommen. Weitere Gegner im Finalort sind bis Sonntag Finnland, Tunesien und Südkorea. Am Abend setzte sich die Asiaten im dritten Spiel der "deutschen" Gruppe gegen Tunesien souverän mit 3:1 (24:26, 26:24, 25:21, 25:18) durch. Goldfavorit Russland feierte derweil einen Turnierstart nach Maß. Der Rekordweltmeister gewann in Gruppe C ohne Mühe 3:0 (25:21, 25:19, 25:21) gegen Kanada.

Fußball, Bayern München: Javi Martínez nimmt nach seinem Kreuzbandriss in dieser Woche die Reha in München auf. Wie der FC Bayern mitteilte, sei die Operation in Vail im US-Bundesstaat Colorado positiv verlaufen. "Alles läuft bestens", schrieb Martínez bei Twitter. Der Spanier wurde am Montag in München zurückerwartet. Er hatte sich die schwere Knieverletzung beim Supercup-Spiel der Bayern in Dortmund (0:2) zugezogen. Er dürfte voraussichtlich erst im nächsten Jahr wieder zum Einsatz kommen.

© SZ.de/sid/dpa/fued
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