Zwischendurch war einer der dunkelsten Schatten der Vergangenheit zu Besuch bei der Tour de France. Jeden Tag trifft sich am Startort im sogenannten Village die Tour-Familie, um sich auf die neue Etappe einzustimmen. Nur geladene und akkreditierte Gäste dürfen hinein, und am Tag der schweren Pyrenäen-Etappe nach Hautacam wurde in dem abgesperrten Bereich ein Mann gesichtet, der eigentlich als Ausgeschlossener gilt: Johan Bruyneel, vor einem Vierteljahrhundert Chef der US-Postal-Equipe von Superdoper Lance Armstrong – und nach dem Texaner das Gesicht für die dort betriebene Dopingmaschinerie.
MeinungTour de FranceDer Anti-Doping-Kampf funktioniert einfach nicht
Kommentar von Johannes Aumüller
Lesezeit: 3 Min.

Der Radsport rühmt sich, wie toll er bei Dopingthemen inzwischen agiert. Tatsächlich zeigt die aktuelle Ineos-Affäre, wie viel noch immer im Argen liegt.

Interview mit Dopingjäger:"Genau dasselbe hat man bei Armstrong gesagt"
Der renommierte Dopingjäger Antoine Vayer spricht über seine massiven Zweifel an Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar. Er sagt, was für ihn ein "Mutant" ist - und warum er glaubt, dass 90 Prozent des Pelotons mittlerweile sauber sind.
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