Tour de France Medienkonzern "Sky" steigt überraschend aus Radsport aus

Das Team "Sky" stellte die letzten vier Sieger der Tour de France.

(Foto: AFP)

Der Sponsor des Teams, das die vergangenen vier Tour-de-France-Sieger stellte, kündigt seinen Rückzug an. Franck Ribéry hat sich noch nicht mit seinem Ende beim FC Bayern abgefunden.

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Radsport, Tour de France: Die Ära des britischen Radsport-Teams Sky geht nach der Saison 2019 zu Ende. Der Medienkonzern wird nach dem kommenden Jahr aus dem Sponsoring aussteigen, wie das Unternehmen am Mittwochmorgen auf seiner Homepage verkündete. Das Team soll unter einem anderen Namen auch in der Saison 2020 an den Start gehen, wenn ein neuer Geldgeber gefunden wird. Sky engagiert sich seit 2008 im Radsport und startete damals mit einer Kooperation mit dem Verband British Cycling. Das Team Sky, das mit Geraint Thomas, Christopher Froome und Bradley Wiggins in den vergangenen Jahren mehrere Tour-de-France-Sieger stellte, war im Februar 2009 gegründet worden. "Das Team tritt während der gesamten Straßensaison 2019 zum letzten Mal als Team Sky an", hieß es in der überraschenden Mitteilung vom Mittwoch.

Noch in der Nacht hatte das Team auf seiner Twitter-Seite sämtliche interne Gewinner für das vergangene Radsport-Jahr genannt. So wurde Thomas als Sieger der Frankreich-Rundfahrt zum Fahrer des Jahres gekürt, Froome gelang mit seinem Ritt beim Giro d'Italia der "Sieg des Jahres". Am Morgen danach verschickte das Team einen offenen Brief an seine Fans. "Es ist der Beginn eines neuen Kapitels für das Unternehmen, und manchmal ist es unvermeidlich, dass Veränderungen weitere Veränderungen mit sich bringen. Das ist hier passiert", schrieb das britische Team mit Sitz in Manchester. Die Mannschaft befindet sich derzeit im Trainingslager auf Mallorca. "Seien sie versichert, dass wir noch nicht fertig sind", hieß es in dem Brief an die Anhänger.

Fußball, FC Bayern: Franck Ribery hat sich offenbar noch nicht mit seinem Ende bei Bayern München abgefunden. Am Dienstag hatte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bekräftigt, dass der Franzose den Fußball-Rekordmeister im Sommer wahrscheinlich verlassen werde. "Schauen wir mal", sagte Ribery, als er von der Bild-Zeitung darauf angesprochen wurde. "Ich fühle mich gut, spiele gut, habe keine Probleme. Es ist für mich wichtig, dass ich Spaß habe. Das andere ist kein Thema. Kein Stress", sagte der 35-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Tags zuvor hatte Salihamidzic über den Abschied zum Saisonende gemeint: "Der Präsident hat davon gesprochen. Ich denke, so wird es auch sein", sagte Salihamidzic. "Es ist ein Jahr der Veränderungen. Aber ich freue mich, dass Franck noch so gut spielt aktuell. Er ist einer unserer Leistungsträger." Ribery spielt seit 2007 für den FC Bayern. Für 2019 wollen sich die Bayern neu aufstellen. Dabei könnten die Niederländer Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong von Bayerns Champions-League-Gegner Ajax Amsterdam (Mittwoch, 21.00 Uhr/Sky) eine Rolle spielen. Salihamidzic bestätigte das zwar nicht, er nannte die beiden aber "gute Spieler".

Fußball, Barcelona: Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat durch das 1:1 (1:0) gegen Tottenham Hotspur einen 16 Jahre alten Champions-League-Rekord von Bayern München egalisiert. Die Katalanen sind nun in 29 Heimspielen in Folge ungeschlagen. Eine solche Serie hatte zuvor nur der deutsche Rekordmeister zwischen 1998 und 2002 geschafft. Seine letzte Heimniederlage in der Königsklasse hatte Barcelona 2013 kassiert - beim 0:3 im Halbfinale gegen die Bayern.

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