MeinungRadsportDie Tour de Femmes steht der Männer-Tour in nichts nach

Kommentar von Korbinian Eisenberger

Lesezeit: 2 Min.

Keck und ungeschminkt: Sigrid Haugset nach ihrem Solosieg.
Keck und ungeschminkt: Sigrid Haugset nach ihrem Solosieg.
Denis Balibouse/Reuters

Nicht ganz so viele Etappen und Kilometer, und doch von vergleichbarer Begeisterung getragen: Die Tour de France der Frauen entwickelt sich immer mehr zum zweiten Radsport-Kultfest Frankreichs.

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Anders als etwa in der Kartenspieler-Disziplin Schafkopf führt ein Solo beim Rennradfahren selten zum Erfolg. Es gibt aber auch Tage wie diese: Sigrid Haugset aus Norwegen enteilt 88 Kilometer vor dem Zielstrich der dritten Tour-de-France-Etappe und ist nicht mehr zu bremsen. Die 27-Jährige malte ein montägliches Solo auf die Straße, das einem Kunstwerk glich und in der Hall of Fame des Radsports ganz sicher seinen Platz bekommen wird. Ziemlich genau ein Regal über dem bis dato längsten siegreichen Solo der vergangenen 35 Jahre, dem 81-Kilometer-Ritt vor gut zwei Jahren beim Eintagesklassiker Strade Bianche. Der dafür zuständige Künstler: Tadej Pogacar.

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Von Korbinian Eisenberger

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