MeinungTour de FranceRespektlose Doping-Fahnder? Die nächtlichen Kontrollen haben einen Grund

Kommentar von Johannes Aumüller

Lesezeit: 2 Min.

Um zwei Uhr morgens zum Dopingtest gebeten: Tadej Pogacar, Träger des Gelben Trikots bei der diesjährigen Tour de France.
Um zwei Uhr morgens zum Dopingtest gebeten: Tadej Pogacar, Träger des Gelben Trikots bei der diesjährigen Tour de France. Loic Venance/AFP

Bei Doping-Tests wie jenen der Tour-Dominatoren Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard müssen Verdachtsmomente vorliegen. Die zuständige Test-Behörde sollte nun rasch Klarheit schaffen.

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Die Reaktionen sind wieder einmal verräterisch. Einflussreiche Teile des Pelotons überbieten sich darin, die nächtlichen Dopingkontrollen bei den Tour-Dominatoren Tadej Pogacar (weiter im Gelben Trikot) und Jonas Vingegaard (nach Sturz ausgeschieden) zu geißeln. „Schande“, „respektlos“, „inhuman“, solche Vokabeln fliegen umher, von Pogacar selbst und von Red-Bull-Kapitän Remco Evenepoel etwa. Wobei das Maillot Jaune für die drastischste Aussage fürs Erste an den früheren Superdoper Lance Armstrong geht, der seine sieben Tour-Siege zurückgeben musste: „2 Uhr morgens – das ist eine Frage der Menschenrechte.“

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