Tour de France:Degenkolb rast übers Kopfsteinpflaster zum Sieg

Tour de France

Geschafft: John Degenkolb gewinnt die neunte Etappe der Tour 2018.

(Foto: REUTERS)

John Degenkolb stieß einen Jubelschrei die Arme aus, dann flossen Freudentränen in das dreckverschmierte Gesicht des Roubaix-Spezialisten. Ausgerechnet am Ort seines größten Karriere-Erfolgs hat Degenkolb die Flaute der deutschen Radprofis bei der 105. Tour de France beendet und den ersehnten ersten Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt gefeiert.

Degenkolb gewann am Sonntag nach einem Finalsprint die spektakuläre und sturzreiche 9. Etappe über das gefürchtete Kopfsteinpflaster des Klassikers Paris-Roubaix. Diesen hatte der 29-Jährige 2015 gewonnen, nun legte er bei der wichtigsten Rad-Rundfahrt der Welt eindrucksvoll nach. Für Degenkolb endete mit dem ersten Tour-Etappensieg nach bislang sechs zweiten Plätzen auch eine persönliche Durststrecke.

"Ich habe diesen Sieg so lange gejagt. Das ist ein großer Sieg", sagte er völlig überwältigt: "Ich musste in der Vergangenheit so viel durchmachen." Greg Van Avermaet, 2017 Gewinner von Paris-Roubaix, hatte Degenkolb auf den letzten Metern nicht entgegenzusetzen.

Der Belgier wurde Zweiter, trägt aber weiterhin das Gelbe Trikot. Derweil hielt sich Titelverteidiger Chris Froome weitgehend schadlos, zudem schied sein großer Rivale Richie Porte tränenreich aus.

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