RadsportEtappenplan der Tour de France 2026: Alle Etappen im Überblick

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SZ-Grafik; Foto: Imago

Am 4. Juli startete die Tour de France 2026 in Barcelona, 21 Etappen stehen auf dem Programm. Der Etappenplan im Überblick.

Von Marko Zotschew und Michael Schnippert

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Auftakt in Spanien, Finale auf der Champs-Élysées: Am 4. Juli  startete die Tour de France 2026 in Barcelona, am 26. Juli lief das Peloton in Paris ein. 184 Fahrer gingen in 23 Teams an den Start, am Ende siegte ein alter Bekannter: Tadej Pogacar aus Slowenien holte sich zum fünften Mal den Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Ein Überblick über die Tour- Etappen 2026.

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Etappen-Karte der Tour de France 2026

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Besonderheiten bei der Tour de France 2026

Die 21 Etappen bei der Tour de France 2026 teilen sich auf in sieben Flachetappen, vier im hügeligen Gelände und acht Bergetappen mit fünf Bergankünften – unter anderem zweimal hoch nach Alpe D’Huez. Die Gesamtdistanz beträgt 3321 Kilometer durch 29 Departements, dabei müssen die Fahrer 54 450 Höhenmeter bewältigen.

Neben zwei Ruhetagen finden auch zwei Zeitfahren statt. Gleich die erste Etappe in Barcelona startet mit einem Mannschaftszeitfahren, die 16. Etappe zwischen Évian-les-Bains und Thonon-les-Bains hält ein 26 Kilometer langes Einzelzeitfahren bereit.

Königsetappe der Tour de France 2026

Die Königsetappe der Tour ist am Samstag, 25. Juli, einen Tag vor der Ankunft in Paris. Auf rund 171 Kilometern warten 5450 Höhenmeter inklusive des Turmes der Tour: dem Col du Galibier mit 2624 Metern. Hinauf zum höchsten Punkt der Tour geht es 17,7 Kilometer bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,9 Prozent.

Bis zum Galibier haben die Fahrer schon zwei schwere Bergwertungen in den Beinen: den Col de la Croix de Fer (höchste Kategorie) und Col du Télégraphe (erste Kategorie). Nach dem Galibier geht es noch den Col de Sarenne (höchste Kategorie) hoch, im Finale wartet dann der Anstieg nach Alpe D’Huez.

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Zweimal Ziel in Alpe D’Huez

Das kleine Bergdorf ist dann bereits zum zweiten Mal Ankunftsort. Während die Teilnehmer bei der 19. Etappe die legendären 21 Kehren nach nur 130 Kilometern und insgesamt 3500 Höhenmeter hinaufklettern müssen, geht es bei der 20. Etappe über den Col de Sarenne ins Ziel, eine Route, die nur 2013 als Abfahrt genutzt wurde. Als Aufstieg ist das eine unbekannte Strecke und führt die Fahrer durch den Nationalpark Ecrins.

Start in Barcelona mit Hausberg Montjuic

Zum ersten Mal seit 1971 beginnt die erste Etappe mit einem Mannschaftszeitfahren – und wie auch 2024 nicht in Frankreich. In Barcelona, wo die Tour bereits dreimal zu Gast war, müssen die 23 Teams 19 Kilometer zusammen fahren. Zum Ende müssen sie erst den Hausberg Montjuic (100 Meter hoch) bezwingen, zum Ziel „Olympiastadion“ wartet eine weitere Rampe. Dort könnten einige Favoriten bereits Sekunden verlieren.

Den Montjuic kennen die Fahrer sonst nur von der Katalonien-Rundfahrt, wie hier 2023. Dieses Mal gibt es in Barcelona ein Mannschaftszeitfahren, gleich zum Auftakt der Tour de France.
Den Montjuic kennen die Fahrer sonst nur von der Katalonien-Rundfahrt, wie hier 2023. Dieses Mal gibt es in Barcelona ein Mannschaftszeitfahren, gleich zum Auftakt der Tour de France. Meurer/Beautiful Sports/Imago

Vogesen-Etappe an der deutschen Grenze 

Aus deutscher Sicht könnte es am Samstag, den 18. Juli, für Florian Lipowitz an der Strecke besonders laut werden. Bei der 14. Etappe fährt der Tour-Zirkus eine bergige Vogesen-Etappe mit drei Bergwertungen der ersten Kategorie (Grand Ballon, Ballon d’Alsace und Col du Haag) und insgesamt 3800 Höhenmetern. Der Start ist in Mulhouse, rund 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Ziel nach 155 Kilometern Fahrt ist Le Markstein Fellering.

Favoriten der Tour de France 2026

Wie auch schon in den vergangenen Jahren wird alles auf einen Zweikampf zwischen Jonas Vingegaard als Herausforderer und Tadej Pogacar, Sieger von 2025, hinauslaufen. Der Däne Vingegaard (27) gewann selbst zweimal (2022, 2023), hatte aber in den letzten beiden Jahren vier und sechs Minuten Rückstand auf Pogacar. Der Slowene (27) strebt seinen fünften Erfolg an. Beide blicken auf eine bislang erfolgreiche Saison zurück. Vingegaard gewann den Giro d'Italia sowie Paris-Nizza. Pogacar drei Klassiker (Strade Bianche, Mailand-Sanremo und Lüttich-Bastogne-Lüttich) sowie die beiden Rundfahrten Tour de Suisse und Tour de Romandie.

Weitere Favoriten

Ein großer Kandidat aufs Podest ist Paul Seixas. Der 19-Jährige ist die große Hoffnung der Franzosen. Er gewann die Baskenland-Rundfahrt und hielt bei den Klassikern Strade Bianche und Lüttich-Bastogne-Lüttich mit Pogacar mit. Allerdings stürzte er Mitte Juni. Auch der letztjährige Drittplatzierte Florian Lipowitz (25) gehört gemeinsam mit seinem Co-Kapitän von Red Bull - bora-hansgrohe, Remco Evenpoel (26), zum Favoritenkreis.

Teams und Kapitäne der Tour 2026

23 Teams mit insgesamt 184 Fahrern treten bei der Tour de France 2026 an. Alle Teams und Kapitäne in der Übersicht:

  • UAE Team Emirates-XRG (UAE) - 1 Tadej Pogacar (SLO)
  • Team Visma-Lease a Bike (NED) - 11 Jonas Vingegaard (DEN)
  • Red Bull - Bora-hansgrohe (GER) - 21 Remco Evenepoel (BEL)
  • Lidl-Trek (GER) - 31 Juan Ayuso (ESP)
  • EF Education-EasyPost (USA) - 41 Richard Carapaz (ECU)
  • Décathlon CMA CGM Team (FRA) - 51 Paul Seixas (FRA)
  • XDS Astana Team (KAZ) - 61 Sergio Higuita (COL)
  • Bahrain Victorious (BRN) - 71 Lenny Martinez (FRA)
  • Netcompany - Ineos Cycling Team (GBR) - 81 Egan Bernal (COL)
  • Soudal-QuickStep (BEL) - 91 Tim Merlier (BEL)
  • Alpecin-Premier Tech (BEL) - 101 Mathieu van der Poel (NED)
  • Team Jayco AlUla (AUS) - 111 Ben O'Connor (AUS)
  • Uno-X Mobility (NOR) - 121 Tobias Johannessen (NOR)
  • NSN Cycling Team (SUI) - 131 Biniam Girmay (ERI)
  • Movistar Team (ESP) - 141 Cian Uijtdebroeks (BEL)
  • Lotto Intermarché (BEL) - 151 Arnaud de Lie (BEL)
  • Cofidis (FRA) - 161 Ion Izagirre (ESP)
  • Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team (SUI) - 171 Tom Pidcock (GBR)
  • Groupama-FDJ United (FRA) - 181 Romain Gregoire (FRA)
  • Tudor Pro Cycling Team (SUI) - 191 Julian Alaphilippe (FRA)
  • TotalEnergies (FRA) - 201 Jordan Jegat (FRA)
  • Team Picnic PostNL (NED) - 211 Warren Barguil (FRA)
  • Caja Rural-Seguros RGA (ESP) - 221 Fernando Gaviria (COL)

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Durch das Aus von Florian Lipowitz fällt die Bilanz der deutschen Radsportler bei der Tour gemischt aus. Erfolge feiern die beiden deutschen Teams – und die Fans.

Von Korbinian Eisenberger

Deutsche Fahrer bei der Tour de France 2026

Erste Tourteilnahme, erstes Podest: Florian Lipowitz feierte ein beeindruckendes Debüt, in seinem zweiten Tour-Jahr steigen die Erwartungen. Er geht mit Remco Evenepoel im Team „Red Bull - Bora-hansgrohe“ als Doppelspitze ins Rennen. Auch Pogacars Edelhelfer Nils Politt ist am Start. John Degenkolb nimmt zum elften - und möglicherweise letzten Mal - an der Tour teil. Ihr Debüt feiern Georg Steinhauser, Max Kanter und Michel Hessmann sowie Felix Engelhardt.

  • Pascal Ackermann (32, Jayco AlUla) - Sprinter
  • Phil Bauhaus (31, Bahrain Victorious) - Sprinter
  • Nico Denz (32, Red Bull - Bora-hansgrohe) - Helfer
  • John Degenkolb (37, Team Picnic PostNL) - Sprinter
  • Felix Engelhardt (25, Jayco AlUla) - Allrounder/Ausreißer
  • Michel Hessmann (25, Movistar Team) - Helfer
  • Max Kanter (28, XDS Astana Team) - Sprinter
  • Florian Lipowitz (25, Red Bull – Bora-hansgrohe) - Klassement-Fahrer
  • Niklas Märkl (27, Team Picnic PostNL) - Helfer
  • Nils Politt (32, UAE Team Emirates XRG) - Helfer
  • Georg Steinhauser (24, EF Education - EasyPost) - Allrounder/Ausreißer
  • Georg Zimmermann (28, Lotto Intermarché) - Allrounder/Ausreißer

Wo läuft die Tour live im TV?

Die Tour de France 2026 ist live im TV in der ARD zu sehen. Das Erste startet täglich um 14 Uhr mit der Übertragung, im ARD-Livestream beginnt die Übertragung deutlich früher, meist nach dem Etappenbeginn. Zudem übertragen Eurosport live im Free-TV sowie die kostenpflichtigen Streaming-Dienste Discovery, HBOMax und Dazn.

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