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Topnews:Ronaldos Botschaft: "Tore und Siege" für Portugal

Lissabon (dpa) - Portugals Superstar Cristiano Ronaldo hat sein tagelanges Schweigen gebrochen und macht seinen Landsleuten knapp zwei Wochen vor Beginn der Fußball-WM in Südafrika Hoffnung.

"Eine Gewissheit habe ich: ich werde Tore schießen und Portugal zu Siegen verhelfen", sagte der Stürmer von Real Madrid in einem Interview der Zeitung "Público". Man wolle beweisen, dass man "ein großes Team" sei. Portugal verspreche "Arbeit, viel Arbeit, Einsatz, Konzentration und auch Optimismus", sagte Ronaldo.

Vor die Journalisten tritt Ronaldo im Trainingslager in Covilha allerdings immer noch nicht. Das Interview wurde per E-Mail geführt. Vor der WM will der von den Medien auch ob seiner vielen angeblichen Liebesaffären gejagte Profi seine Ruhe haben. Den Medienrummel nimmt er aber hin. "Ich weiß, dass ich mit diesen Dingen leben muss. Oft ignoriere ich das. Wichtig ist, dass ich mich gut fühle und meine Ruhe habe". Ein "Saubermann-Image" wie das des Argentiniers Lionel Messi oder des Brasilianers Kaká wolle er sich nicht zulegen.

Zur WM meinte Ronaldo, man sei in der "schwersten Gruppe" gelandet und deshalb sei ein Triumph gleich zum Auftakt gegen die Elfenbeinküste "sehr wichtig", betonte der 25 Jahre alte Sonnyboy. In der Gruppe G trifft Portugal noch auf Rekordweltmeister Brasilien und Nordkorea. Aber "CR9" zeigt sich optimistisch: "Wenn wir das Halbfinale erreichen, können wir auch das Endspiel schaffen. Warum nicht?".

Am Sonntag wollte Nationaltrainer Carlos Queiroz vor dem Freundschaftsspiel gegen Kamerun im Trainingslager in Covilhã seinen endgültigen WM-Kader bekanntgeben. Die Frage, welche Partner er im offensiven Spiel haben wird, bereitet Ronaldo keine Sorgen. "Ich vertraue allen meinen Kameraden", beteuert der Mann, der in der WM- Qualifikation nicht ein einziges Tor für seine Nationalelf erzielte und oft von den eigenen Fans ausgepfiffen und den portugiesischen Medien kritisiert wurde.

Aber Pfiffe, so versichert Ronaldo, "motivieren mich". Die Medienkritik, wonach er in den Clubs besser spielt als in der Nationalelf, teile er nicht. Für Portugal zu spielen bedeute "viel Stolz und viel Ehre": "Noch immer bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich (vor einem Länderspiel) die Nationalhymne höre".

Ronaldo räumte ein, dass ihn die titellose Saison bei Real Madrid "frustriert" habe. "Wir alle waren schuld". Der entlassene Trainer Manuel Pellegrini sei "das schwächste Glied in der Kette" gewesen. Dennoch ist er "sehr glücklich darüber", dass Real seinen Landsmann José Mourinho, Champions-League-Sieger mit Inter Mailand, als Nachfolger des Chilenen verpflichtet habe. "Ich mag Trainer mit Gewinnermentalität. Mourinho ist ein Sieger".