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Topnews:Die Ballacks der Anderen: Zittern um WM-Stars

Hamburg (dpa) - Michael Ballack ist bei der DFB-Elf der prominenteste Ausfall für die Fußball-WM. Bundestrainer Joachim Löw ist allerdings nicht der einzige Coach, dem sein Südafrika-Personal Sorgen bereitet.

Von Deutschlands Gruppengegner Ghana über Vize-Weltmeister Frankreich bis hin zu Mitfavorit England: Die Team-Ärzte haben bis zur Weltmeisterschaft noch alle Hände voll zu tun oder verkündeten manch prominentem Spieler schon das bittere WM-Aus.

Trotz aller Bemühungen muss Frankreichs Trainer Raymond Domenech bei der WM auf einen zentralen Spieler verzichten: Lassana Diarra von Real Madrid sei "ausgelaugt" und habe im Trainingslager in Tignes mit Magenschmerzen "sehr gelitten", sagte Domenech. Inzwischen wurde eine Blutkrankheit diagnostiziert. Die Hoffnung auf William Gallas besteht dagegen weiter. Der Kapitän und Abwehrchef gehört zum WM-Kader, auch wenn der Übungsleiter betonte: "Noch ist nichts definitiv". Gallas spielte seit März wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade nicht mehr, trainiert aber wieder mit der "Équipe Tricolore".

Bei der englischen Elf läuft derweil alles auf eine Last-Minute- Entscheidung hinaus. Wegen seiner Knöchelverletzung wird Gareth Barry (Manchester City) wohl das Auftaktspiel der "Three Lions" am 12. Juni gegen die USA verpassen, berichteten englische Zeitungen am Mittwoch. Nationaltrainer Fabio Capello wolle Barry trotzdem bis zum Ablauf der Meldefrist am 1. Juni die Chance geben, doch noch wieder in Form zu kommen. Ihren großen Verletzungsschock erlitten die Engländer schon im März - David Beckhams Achillessehnenriss schmerzte die Fans auf der Insel. Der frühere Münchner Owen Hargreaves schaffte es nach seiner Knie-OP nicht mehr ins WM-Aufgebot.

Während Bosko Jankovic (CFC Genua) und Ivica Dragutinovic (FC Sevilla) vom deutschen Gruppengegner Serbien definitiv ausfallen, ist der Australier Harry Kewell sicher, bis zum Auftaktspiel gegen die DFB-Elf am 13. Juni in Durban wieder voll einsatzfähig zu sein. Der 31-Jährige hatte sich an der Leiste verletzt. "Ich hatte ein kleines Problem, das ist gelöst, und alles geht gut voran", sagte er am Mittwoch in einem Radiointerview.

In Ghana hoffen die Fans der "Black Stars" derweil weiter, dass Michael Essien (FC Chelsea) rechtzeitig zum Weltturnier wieder auf dem Platz steht. Ballacks Teamkollege glaubt sogar, nach seiner Knieverletzung aus dem Afrika Cup schon am 5. Juni beim letzten Testspiel gegen Lettland spielen zu können.

Argentiniens "Albiceleste" feierten den ungefährdeten 5:0-Sieg in Buenos Aires gegen Kanada am Montag zwar ohne Superstar Lionel Messi, dessen Platz auf der Bank soll eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen sein. Der "Floh" vom FC Barcelona hatte im Training einen Schlag aufs Knie bekommen. Auch Erzrivale Brasilien ist nach wachsender Sorge um Kaká wieder zuversichtlich. Am Dienstag trainierte der Weltfußballer des Jahres 2007 zum ersten Mal nach einer Leisten- und Muskelverletzung mit der "Seleção".

Italien hat unterdessen keine Sorgen, und auch in Spanien ist man nach zehrender Ungewissheit wieder komplett: Die lange verletzten Fernando Torres (Knie) und Cesc Fàbregas (Wadenbeinbruch) trainieren ohne Probleme.

# dpa-Notizblock

## Internet - [Französischer Fußball-Verband](http://www.fff.fr) - [L'Équipe](http://www.lequipe.fr) - [Italienischer Fußball-Verband](www.figc.it) - [Englands Trainings-Quartier](www.schlosspichlarn.at) - [Fußballverband Ghana](http://www.ghanafa.org/blackstars/201005/4736.php)

## Orte - [Trainingslager](Val Claret, Tignes, Frankreich) - [Federazione Italiana Giuoco Calcio](Via Gregorio Allegri 14, Rom) - [Englands Trainings-Quartier](Hotel Schloss Pichlarn, Zur Linde 1, 8952 Irdning, Österreich)