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Tod von George Floyd:Nowitzki: "Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder"

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Dirk Nowitzki im Dezember 2019 bei einer Veranstaltung des Deutschen Fußball-Bundes.

(Foto: imago images/Martin Hoffmann)

Der ehemalige NBA-Basketballer schaltet sich in die Debatte in den USA ein. Düsseldorfs US-Nationaltorhüter Steffen nennt US-Präsident Trump einen "widerlichen Heuchler".

Basketball: Dirk Nowitzki hat sich mit emotionalen Worten in die Debatte um Rassismus und Gewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA eingeschaltet. Der 41 Jahre alte ehemalige Star der National Basketball League NBA schrieb in der Nacht auf Donnerstag bei Twitter: "Ich bin am Boden zerstört und traurig, dass wir so etwas immer und immer wieder sehen. Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder." Nowitzki, der von 1999 bis 2019 für die Dallas Mavericks spielte, hat den Lebensmittelpunkt mit seiner Ehefrau und den drei Kindern weiterhin in der texanischen Metropole. Familien hätten seit Generationen so gefühlt, schrieb Nowitzki weiter: "Wir müssen jetzt etwas ändern."

Der gebürtige Würzburger sicherte seine Stimme und seine Unterstützung zu. "Können wir freundlich und respektvoll sein, können wir zuhören und voneinander lernen? Können wir unsere Kinder erziehen?", fragte Nowitzki. Mit dem Herzen sei er bei der Familie Floyd und allen anderen Familien, die Rassismus und soziale Ungerechtigkeit erleben würden, schrieb Nowitzki. Er schloss sich mit seiner Stellungnahme Sportlern weltweit an, nachdem George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen war.

Fußball, USA: US-Nationaltorwart Zack Steffen hat Präsident Donald Trump Scheinheiligkeit vorgeworfen und will sich zukünftig stärker sozial engagieren. "Sie sind ein widerlicher Heuchler", schrieb der derzeit verletzte 24 Jahre alte Torwart von Fortuna Düsseldorf am Dienstag auf Twitter zu einem alten Tweet Trumps von Januar. Darin hatte der US-Präsident die Regierung des Iran dazu aufgefordert, Menschen demonstrieren zu lassen und weder zu verhaften noch umzubringen. In den USA gibt es derzeit zahlreiche Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus. Trump hatte den Demonstranten mit einem Einsatz des US-Militärs gedroht.

In weiteren Beiträgen in den sozialen Netzwerken kündigte Steffen zudem an, sich mit einer Initiative für die Bewegung "Black lives matter" (Schwarze Leben zählen) zu engagieren. Details nannte Steffen nicht, dem Hashtag #Athletes4BLM zufolge scheint er aber Sportler versammeln zu wollen. Steffen ist von Manchester City an Düsseldorf ausgeliehen, fällt wegen einer Innenbandverletzung derzeit aber aus.

DFB: Der frühere Nationalspieler Cacau hat eine Debatte über das Verbot politischer Botschaften im Fußball angeregt. Die Protestaktionen einiger Bundesliga-Profis nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA lobte der Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich finde es gut, dass sich die Spieler geäußert haben, dass sie sich damit eingesetzt haben, sie Position bezogen haben und ihre Botschaft dadurch eine Reichweite bekommt. Es ist wichtig, dass man dazu steht, woran man glaubt", sagte Cacau.

Nun wäre es "ein wichtiges Signal, die Spieler nicht zu bestrafen. Natürlich lautet dann die Frage, wie man in Zukunft mit diesen Fällen umgeht. Gerade wenn es Fälle sind, die kontroverser sind. Bis heute haben wir keine richtige Diskussion darüber geführt, ob diese Regel Sinn ergibt, deswegen wäre es gut, darüber nun zu sprechen." Da politische Botschaften laut DFB-Regelwerk eigentlich verboten sind, setzt sich der DFB-Kontrollausschuss mit dem Sachverhalt auseinander. "Ob es in den vorliegenden Fällen zu Sanktionen kommen muss, bleibt abzuwarten", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

© Sz.de/schm
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