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Tischtennis-Bundestrainer Jörg Roßkopf:Ist Gold für Deutschland tatsächlich möglich?

Das deutsche Tischtennis erlebt gerade eine seiner besten Phasen jemals.

Es macht riesig Spaß. Die Spieler haben Megaselbstvertrauen und kriegen das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht. Dima hat den World Cup gewonnen und bei den Grand Finals der World Tour Mitte Dezember in Astana die Chance, Nummer eins der Welt zu werden.

Was würde das fürs deutsche Tischtennis bedeuten?

Das wäre eine Bestätigung für seine Arbeit, denn er trainiert wahnsinnig intensiv. Uns beim Deutschen Tischtennis-Bund würde es sehr stolz machen, wenn er nach Timo Boll als zweiter Deutscher die Nummer eins der Welt würde. Aber ich sage dem Dima auch immer wieder: Am Ende geht es um Titel, und die werden bei der Weltmeisterschaft und bei Olympia vergeben. Das muss sein Ziel sein.

Die Mannschafts-WM ist 2018 in Halmstad, die Einzel-WM 2019 in Budapest, 2020 sind Olympische Spiele in Tokio. Halten Sie irgendeine Goldmedaille für Deutschland tatsächlich für möglich?

Wir Sportler gehen immer mit dem höchsten Ziel in den Wettbewerb. Natürlich sind am Ende auch Auslosung und Tagesform wichtig, aber Ziele muss man sich hoch stecken - und das verkörpern unsere Jungs auch. Wenn es in einem Spiel um alles geht, muss man bereit sein.

Boll wurde jahrelang als Chinas "Staatsfeind Nummer eins" tituliert. Wie denken die Chinesen über Ovtcharov?

Genauso. Sie wissen jederzeit, wer ihre größten Herausforderer sind. Boll und Ovtcharov, der Japaner Jun Mizutani und der Südkoreaner Lee Sangsu sind die Spieler, die sie auf der Rechnung haben. Für uns ist wichtig: Wir haben mit Dima und Timo gleich zwei Spieler, die die Chinesen schlagen können - wenn es gut läuft.

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