Lewis Holtby

Der Wirbel nach dem Schlusspfiff war riesig. Lewis Holtby hatte nach der 1:2-Niederlage seiner Hamburger gegen den 1. FC Köln behauptet, Schiedsrichter Deniz Aytekin hätte sich in der HSV-Kabine für die Elfmeterentscheidung, die den Kölnern in letzter Minute den Sieg brachte, entschuldigt. Nicht wahr, stellte sich im Nachhinein heraus. Eine geschickte Täuschung also, um das eigene Unvermögen zu überdecken? Ablenkung, Tarnung, Vertuschung - so verfahren auch schwächere Tiere, um ihre Mängel zu kompensieren. Unnötig, denn der HSV hatte ordentlich gespielt. Fehlende Qualität war nicht der Grund für die Aussage des Hamburger Ersatzkapitäns. Vielmehr hatte der Torschütze zum 1:0 etwas missverstanden. "Meine Aussagen nehme ich zurück, ich habe das in der Hektik nach dem Spiel falsch verstanden", sagte Holtby am Sonntag und erklärte weiter: "Ich weiß jetzt, dass es nur einen kurzen Wortwechsel zwischen Herrn Aytekin und Emir Spahic im Kabinengang, in dem Herr Aytekin seine Wahrnehmung der Elfmeterszene geschildert hat."

(tbr)

Bild: Bongarts/Getty Images 31. August 2015, 10:062015-08-31 10:06:13 © SZ.de/jbe/tbr/kat