Philipp Hosiner

So ein Medizincheck wird häufig verflucht. Bisweilen scheitern Transfers ja daran, dass plötzlich Herzklappenfehler oder Wackelknie entdeckt werden. Auch Philipp Hosiner (hier im schicken Shirt mit Bär) fiel beim 1. FC Köln im Januar durch. Nun aber steht der Österreicher stellvertretend dafür, dass solche Checks von den Profis, die sich natürlich alle kerngesund wähnen, nicht als Schikane empfunden werden sollten. "Die Ärzte in Köln haben mir vermutlich das Leben gerettet", sagte Hosiner, 26, am Samstag. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung hatte er im ersten Einsatz sein erstes Tor für Köln gegen den HSV erzielt. Also gut ein halbes Jahr, nachdem die Ärzte bei Hosiner diesen zwei Kilo schweren Nieren-Tumor gefunden hatten. Vom Tumor befreit, fand der Stürmer im Frühsommer dann doch zum FC, auf Leihbasis von Stade Rennes. Seine beste Zeit hatte er nicht in Frankreich, sondern in der Saison 2012/13 bei Austria Wien. Der Trainer damals wie heute: Peter Stöger. Die Austria schoss Hosiner zum Titel. Mit 32 Toren.

(hoe)

31. August 2015, 10:062015-08-31 10:06:13 © SZ.de/jbe/tbr/kat