39 Minuten vor Anpfiff: Thomas Müller sprintet aus der Kabine, saust die Treppen nach oben und läuft auf den Rasen. Auf dem Weg zum Warmmachen passiert er die Meisterschale, neben der der Fußballgott Lothar Matthäus postiert hat als Aufpasser und Meisterschalenexperten. Wobei: Im Vergleich zu Müller kennt Matthäus die Schale gar nicht richtig. Sieben Titel hat Matthäus, der Rekordnationalspieler, gewonnen. Für Müller ist es Nummer 13! Das bedeutet: An mehr als jeder dritten der insgesamt 34 Meisterschalen des FC Bayern hat Müller seine Finger gehabt. Und diese wurden teilweise vor seiner Geburt verteilt. Abergläubische Spieler hätten Schale 13 vielleicht abgelehnt, allein schon wegen der dreizehnten Fee aus Dornröschen: Sie tritt kurz bei Dörnröschens Taufe auf, verflucht das kleine Mädchen und tritt wieder ab. Einem Thomas Müller ist Dornröschen aber selbstverständlich komplett wurscht.
Thomas Müller in der EinzelkritikDurchaus ein Thomas-Müller-Spiel!
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„Lasst uns spielen“, ruft Thomas Müller, als er in sein letztes Heimspiel geht. Und erzählt zum Abschied einen Witz über eine Beerdigung. Noch ein Mal erlebt das Publikum die Aura dieses unvergleichlichen Fußballers. Szenen seines Abends gegen Gladbach.
