Um 3.30 Uhr bebte unter Kitzbühel der Boden. Ein Erdbeben am frühen Freitagmorgen ließ den Ort vibrieren. Stärke 3,4 - nicht sonderlich wild, aber wer einen leichten Schlaf hat, der wacht davon eventuell auf. Es ist nicht überliefert, ob der Skirennläufer Thomas Dreßen davon geweckt wurde - oder ob er überhaupt ein Auge zubekommen hat in dieser Nacht. Denn die größere Erschütterung, die viele Menschen im Wachzustand traf, die hatte er Stunden zuvor höchstselbst ausgelöst.
Letztes Ski-Rennen von Thomas DreßenDer ewige Kämpfer
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Fünf Weltcupsiege, als Krönung 2018 ein Triumph auf der Streif: Was hätte Thomas Dreßen wohl noch alles gewonnen, wäre ihm der Unfall in Beaver Creek erspart geblieben?
Hans Klaus Techt/dpaKein deutscher Abfahrer war erfolgreicher als Thomas Dreßen. Nun beendet der 30-Jährige dort seine Karriere, wo sie so richtig begonnen hatte: in Kitzbühel. Sein Rückzug erzählt viel über den Zustand des Alpinsports insgesamt.
Von Korbinian Eisenberger und Johannes Knuth, Kitzbühel
