Ex-DFB-Präsident kritisiert Fifa-Boss Infantino„Soll sich als Zirkusdirektor outen“

„Zirkusdirektor“: Fifa-Präsident Gianni Infantino posiert mit einem NFL-Football-Trikot der Philadelphia Eagles neben dem Pokal bei der Begrüßungsveranstaltung für die Klub-Weltmeisterschaft 2025.
„Zirkusdirektor“: Fifa-Präsident Gianni Infantino posiert mit einem NFL-Football-Trikot der Philadelphia Eagles neben dem Pokal bei der Begrüßungsveranstaltung für die Klub-Weltmeisterschaft 2025.
Chris Szagola/AP/dpa

Nach Ansicht von Theo Zwanziger wird es eine „Fifa ohne Korruption nicht geben“. Das liege auch an Infantino.

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Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat scharfe Kritik am Fußball-Weltverband Fifa und dessen Präsidenten Gianni Infantino geübt. „Infantino ist kein Vorbild für den Fußball. Wenn er dort herumspringt, soll er sich lieber als Zirkusdirektor outen“, sagte der 79-Jährige im Podcast Calcio d’Oro: „Sie sollen einfach sagen, wir machen Fußball und das ist heute ein großes Geschäft. Wir sind im Wesentlichen Unterhaltung und Zirkus. Mit diesem Zirkus verdienen wir Geld, das wir an Klubs und unsere Mitgliedsverbände zurückgeben. Und die sollen damit machen, was sie wollen. Das wäre eine ehrliche Haltung.“

Nach Ansicht Zwanzigers wird es eine „Fifa ohne Korruption nicht geben“. Das liege auch an Infantino. „Er will die Macht. Du hast so viel Geld in der Hand, mit der du jede Kritik im Grunde genommen im Keim ersticken kannst. Diese Geldmaschine Fifa läuft immer weiter. Auf diese Art bekommst du eigentlich die Mehrheit für alles“, äußerte der frühere Boss des Deutschen Fußball-Bundes: „Er hat es in der Hand, irgendwo wieder ein Turnier zu schaffen, bei dem sie alle viel Geld verdienen. Wenn die Funktionäre dort hinfahren dürfen und die Millionen mitnehmen, sind sie auch ruhig und sagen nichts mehr. Das ist die Methode, mit der man korrupte Organisationen in einem Sport wie dem Fußball hochhalten kann.“

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