Streit um DFB-TorwartBarça setzt ter Stegen als Kapitän ab

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Nicht länger Kapitän: Barcelonas degradierter Torwart Marc-André ter Stegen.
Nicht länger Kapitän: Barcelonas degradierter Torwart Marc-André ter Stegen. CordonPress/Imago
  • Der FC Barcelona setzt Marc-André ter Stegen als Mannschaftskapitän ab und ersetzt ihn durch Ronald Araújo.
  • Ter Stegen verweigerte die Weiterleitung seiner Krankenakte an den spanischen Ligaverband, was die Feststellung seiner Ausfallzeit nach einer Rückenoperation verhindert.
  • Der Klub strebt ein Disziplinarverfahren gegen ter Stegen an, während sich mehrere Teamkollegen öffentlich mit ihm solidarisieren.
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Nächste Eskalationsstufe im Streit um Marc-André ter Stegen: Der FC Barcelona nimmt dem zur Nummer drei degradierten Torwart mit Rückendeckung von Trainer Flick die Spielführerbinde weg.

Von Javier Cáceres, Berlin

Nächste Volte im Konflikt zwischen dem FC Barcelona und Marc-André ter Stegen: Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, wurde der DFB-Torwart mit der ausdrücklichen Rückendeckung von Trainer Hansi Flick „vorläufig“ als Mannschaftskapitän des FC Barcelona abgesetzt. Darauf hätten sich die Vereinsführung, die sportliche Leitung und der Trainerstab verständigt. Der in der internen Keeper-Hierarchie zur Nummer drei degradierte ter Stegen, 33, werde bis auf Weiteres von seinem bisherigen Stellvertreter Ronald Araújo, 26, ersetzt, hieß es in einem Kommuniqué.

Der spanische Meister reagiert damit auf die vor wenigen Tagen erfolgte Weigerung ter Stegens, die Weiterleitung seiner Krankenakte an den spanischen Ligaverband zu erlauben. Die Folge ist, dass ein Ärzte-Tribunal des Ligaverbandes nun nicht feststellen kann, ob ter Stegen – wie vom Klub offiziell behauptet – nach seiner Rückenoperation von Ende Juli länger als vier Monate ausfällt. Ter Stegen selbst hatte in einem sozialen Netzwerk erklärt, dass er nach der Operation nur drei Monate pausieren müsse.

Dieser eine Monat Unterschied ist in diesem Fall von hoher Bedeutung, denn sollte ter Stegen länger als vier Monate krankgeschrieben sein, könnte der FC Barcelona  vergleichsweise problemlos die Spielgenehmigung für den in diesem Sommer von Espanyol Barcelona verpflichteten Torwart Joan García erhalten. Er soll Barças neue Nummer eins werden. Der Klub könnte nach den in Spanien geltenden Regeln 80 Prozent des Gehalts von ter Stegen für die Finanzierung eines Ersatzmannes aufwenden. Die Alternative wäre, hinreichend finanzielle Mittel nachzuweisen. Das dürfte sich für den milliardenschwer verschuldeten Klub weit schwieriger gestalten.

Die Entscheidung fußt auf der Verärgerung der Klubführung über ter Stegen. Der Klub hatte schon vor Tagen bestätigt, ein Disziplinarverfahren gegen den Schlussmann anstrengen zu wollen; das Verhalten ter Stegens sei vereinsschädigend. Dem FC Barcelona droht nun womöglich ein Konflikt mit der Belegschaft. In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere Kollegen ter Stegens öffentlich mit ihrem bisherigen Spielführer solidarisiert – und sich dafür ausgesprochen, den deutschen Keeper als Kapitän beizubehalten. Trainer Flick hatte vor einigen Tagen erklärt, dass die Wahl des Kapitäns Sache der Mannschaft sei.

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:Der Streit zwischen Barça und Nationaltorwart ter Stegen eskaliert

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SZ PlusVon Javier Cáceres

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