TennisZverev erreicht Halbfinale der ATP-Finals

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Ab ins Halbfinale: Tennisprofi Alexander Zverev setzt sich in Turin gegen den Polen Hubert Hurkacz durch.
Ab ins Halbfinale: Tennisprofi Alexander Zverev setzt sich in Turin gegen den Polen Hubert Hurkacz durch. AFP

Der Deutsche trifft nun auf Novak Djokovic. Thomas Hitzlsperger warnt vor Senkung der Zuschauerzahlen in Stadien. Basketballer Franz Wagner liefert Spektakel in der NBA.

Meldungen im Überblick

Tennis, Männer: Olympiasieger Alexander Zverev steht bei den ATP Finals in Turin im Halbfinale fordert dort den Topfavoriten Novak Djokovic heraus. Der Weltranglistendritte aus Hamburg holte am Donnerstag den benötigten Sieg für den Einzug in die K.o.-Runde mit einem 6:2, 6:4 über den offensichtlich angeschlagenen Polen Hubert Hurkacz. Bei einer Niederlage wäre er wie im Vorjahr bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Als Zweitplatzierter der Roten Gruppe kommt es am Samstag zum fünften Mal in diesem Jahr zum Duell mit Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic.

Bestens in Erinnerung ist Zverev dabei der starke Comeback-Sieg im Olympia-Halbfinale in Tokio. Die anderen drei diesjährigen Vergleiche mit dem serbischen Weltranglistenersten verlor der 24-Jährige, darunter das Viertelfinale bei den Australian Open und zuletzt das Halbfinale der US Open in fünf Sätzen. Insgesamt steht die Bilanz der beiden nach Siegen klar bei 7:3 für Djokovic.

Tennis, Frauen: Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Garbiñe Muguruza hat zum ersten Mal in ihrer Karriere den Saisonabschluss der Tennisspielerinnen gewonnen. Die 28 Jahre alte Spanierin gewann am Mittwochabend bei den WTA Finals in Guadalajara das Endspiel gegen Anett Kontaveit aus Estland 6:3, 7:5. Kontaveit war die am niedrigsten gesetzte Spielerin bei dem ursprünglich in der chinesischen Stadt Shenzhen angesetzten Saisonabschluss, Muguruza war als Nummer vier in die Finals gegangen. Die deutsche Nummer eins Angelique Kerber hatte sich nicht qualifiziert.

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Fußball, Bundesliga: Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger, hat mit Blick auf die Corona-Krise vor einer erneuten Senkung der Zuschauerzahlen im deutschen Profifußball gewarnt. "Eine neuerliche, pauschale Reduzierung von Stadionkapazitäten würde unsere wirtschaftliche Situation existenziell verschärfen und wäre auch in Bezug auf die Pandemiebekämpfung der falsche Weg", sagte Hitzlsperger dem "Kicker" (Donnerstag). "Denn es würde die Impfkampagne konterkarieren, wenn Geimpfte und Genesene nicht ins Stadion dürfen."

Fußballspiele seien keine Pandemietreiber, meinte der 39-Jährige. "Das zeigen die Zahlen sowohl bei uns in Stuttgart als auch in der gesamten Liga." In der Phase der Geisterspiele hatte der schwäbische Bundesligist pro Heimspiel laut eigenen Angaben rund zwei Millionen Euro an Zuschauereinnahmen verloren.

Auch Arminia Bielefelds Sportchef Samir Arabi rechnet nicht damit, in der Fußball-Bundesliga bald wieder vor leeren Rängen spielen zu müssen. "Aktuell kann man natürlich nichts vorhersagen, ich gehe aber nicht davon aus, dass wir noch mal Geisterspiele erleben werden", sagte Arabi am Donnerstag. Der 42-Jährige glaubt, dass die 2G-Regel, die auch Arminia zum Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg einführt, ein geeignetes Mittel in Zeiten von gestiegenen Inzidenzen ist. "Es ist zuletzt kein großer Herd in einem Stadion ausgebrochen, das stimmt uns positiv für unsere Spiele mit den aktuellen Regelungen", sagte er. Ob alle Profis im Kader geimpft sind, verriet Arabi nicht. "Die Impfquote in der Mannschaft ist höher als die in der Gesellschaft", sagte er: "Aber wir werden natürlich keinen individuellen Impfstatus veröffentlichen."

Basketball, NBA: Mit einem spektakulären Dunk und einem im Anschluss verwandelten Freiwurf hat Franz Wagner seine Orlando Magic in der NBA zurück auf die Siegerstraße gebracht. Nach zuvor drei Niederlagen gewann Orlando mit 104:98 bei den New York Knicks, der deutsche Rookie steuerte 16 Punkte bei und stand fast 34 Minuten auf dem Parkett. Mit seiner Aktion kurz vor Schluss brachte Wagner die Magic in Führung, die sie nicht mehr abgaben. Dennoch bleibt Orlando das schlechteste Team im Osten. Moritz Wagner kam auf sechs Punkte. Dennis Schröder konnte trotz einer erneut guten Vorstellung die 99:110-Niederlage seiner Boston Celtics bei den Atlanta Hawks nicht verhindern. Der Nationalspieler schaffte 15 Punkte und hat nun in sechs Partien in Serie über zehn Zähler erzielt. Daniel Theis hat mit den Houston Rockets die 13. Niederlage nacheinander kassiert. Bei den Oklahoma City Thunder gingen die Texaner mit 89:101 unter und bleiben Letzter im Westen. Maxi Kleber fehlte den Dallas Mavericks auch beim 98:105 gegen die Phoenix Suns.

Motorsport: Im Fall des Protests des Formel-1-Teams Mercedes gegen eine Entscheidung der Rennkomissare beim Grand Prix in Brasilien zugunsten von Red-Bull-Fahrer Max Verstappen kommt es in Katar zu einer Anhörung. Bei dem Termin am Donnerstag (17 Uhr Ortszeit/15 Uhr MEZ) in Doha soll in einer Videokonferenz erörtert werden, ob ein Nachprüfungsrecht besteht. Konkret geht es darum, ob "ein wesentliches und relevantes neues Element entdeckt wird, das den Parteien, die das Verfahren beantragen, zuvor nicht zur Verfügung stand", teilte der Motorsport-Weltverband Fia am Mittwoch mit.

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Die Silberpfeile hatten am Dienstag nachträglich eine Überprüfung eines Zweikampfs zwischen Verstappen und Weltmeister Lewis Hamilton am Sonntag veranlasst. Der Red-Bull-Pilot hatte den Briten dabei neben die Strecke gedrängt. Als Grund für den Einspruch nannte Mercedes das Auftauchen neuen Beweismaterials, das den Rennkommissaren während des WM-Laufs nicht zur Verfügung gestanden habe. Sollte Verstappen nachträglich noch bestraft werden, könnte er womöglich in der Rennwertung nach hinten rutschen und so weitere Punkte auf Hamilton verlieren.

Fußball, England: Der zuletzt in die Kritik geratene Premier-League-Chef Gary Hoffman gibt im Januar seinen Posten an der Spitze der englischen Fußball-Profiliga auf. Der 61-Jährige war wie der gesamte Ligaverband unter Beschuss geraten, weil er die Übernahme des Erstligisten Newcastle United durch ein Konsortium aus Saudi-Arabien genehmigt hatte. "Es war ein Privileg, die Premier League durch die vergangenen beiden Saisons zu führen", sagte Hoffman, der nur 18 Monate im Amt war. Hoffman habe die Liga "durch die herausforderndste Periode in ihrer Geschichte" geführt, hieß es in einer Mitteilung der Premier League. Die Kontroverse um Newcastle wurde darin nicht erwähnt.

Ein saudisches Konsortium, das maßgeblich vom saudi-arabischen Staatsfonds unter Kontrolle des höchst umstrittenen Kronprinzen Mohammed bin Salman beeinflusst wird, hatte Newcastle zuletzt für umgerechnet rund 350 Millionen Euro übernommen. Die Premier League winkte den Deal trotz vehementer Kritik von Menschenrechtsorganisationen durch.

Fußball, Corona: Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) hat nach Erreichen der Überlastungsstufe im Freistaat den Landesspielbetrieb in allen Altersklassen ausgesetzt. Das teilte der Verband am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Der SFV-Vorstand fasste bereits am 10. Oktober den Beschluss, dass der Spielbetrieb für die Dauer der Überlastungsstufe unterbrochen wird. Die Spiele auf Landesebene werden für das nächste Wochenende (19. bis 21. November) also vorerst abgesetzt. Ob die neue Coronaschutz-Verordnung einen verhältnismäßigen Spielbetrieb zulässt, bleibt laut SFV abzuwarten.

Leichtathletik: Russland Leichtathletik-Verband Rusaf bleibt sechs Jahre nach Aufdeckung eines flächendeckenden Dopingsystems suspendiert. Dies beschloss der 53. Kongress des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics am Mittwoch. Bei der digitalen Versammlung stimmten 126 Delegierte bei 18 Gegenstimmen einem entsprechenden Antrag des WA-Councils zu. "Die wichtigen Meilensteine sind gesetzt. Die Taskforce hat zudem das Gefühl, dass diese Veränderungen eine neue Kultur bei Rusaf reflektieren", sagte Rune Andersen, Leiter der Russland-Taskforce des Weltverbandes.

Die Doping-Praxis der Vergangenheit werde abgelehnt und es gebe die Zusicherung, komplett sauber als vertrauenswürdiges Mitglied vorwärts zu gehen. Es gebe aber noch eine Reihe von Leuten, die diese neue Kultur nicht akzeptiert hätten. "Fortschritt ist gut, aber es ist noch viel zu tun. Die letzten Monate haben aber den Optimismus gestärkt", sagte Weltpräsident Sebastian Coe. "Wir bewegen uns in die richtige Richtung und sehen Licht am Ende des Tunnels." Russlands nationaler Verband ist seit November 2015 suspendiert.

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