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Tennis-Turnier in Rom:Nadal fordert Djokovic im Finale

Italian Open tennis tournament in Rome

Novak Djokovic steht im Finale des ATP-Turniers in Rom.

(Foto: dpa)

Rafael Nadal und Novak Djokovic bestreiten das Tennis-Finale in Rom. Die Füchse Berlin verpassen den Einzug ins Finale des EHF-Pokals. Ein Milliardär aus Singapur kauft den spanischen Erstligisten FC Valencia.

Tennis, ATP-Turnier in Rom: Rafael Nadal und Novak Djokovic bestreiten beim Tennis-Masters-Turnier in Rom an diesem Sonntag das Endspiel. Der spanische Weltranglistenerste Rafael Nadal gewann bei der mit 3,45 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung am Samstagabend sein Halbfinale gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow klar mit 6:2, 6:2. Der von Boris Becker betreute Djokovic hatte sich zuvor in seinem Vorschlussrunden-Duell gegen Milos Raonic aus Kanada nach harten Kampf mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 6:3 durchgesetzt. Nadal hatte gegen Dimitrow überhaupt keine Mühe. Der Bulgare, der im Viertelfinale von der verletzungsbedingten Aufgabe von Tommy Haas profitiert hatte, konnte den spanischen Sandplatzspezialisten zu keiner Zeit ernsthaft fordern. Nach gerade einmal 82 Minuten machte Nadal den Finaleinzug perfekt. Djokovic musste dagegen Schwerstarbeit verrichten, um in der italienischen Hauptstadt zum fünften Mal ins Endspiel einzuziehen. Nach genau drei Stunden verwandelte der Weltranglisten-Zweite aber seinen ersten Matchball.

Handball, EHF-Pokal: Die Berliner Handball-Füchse haben den Einzug ins Final-Four-Finale um den EHF-Pokal verpasst. Der deutsche Pokalsieger verlor am Samstag im Halbfinale gegen Pick Szeged aus Ungarn mit 22:24 (9:13) und musste den Traum vom ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte schon am ersten Endrunden-Tag begraben. Für Berlin trafen Bartlomiej Jaszka und Mattias Zachrisson jeweils sechs Mal. Bester Szeged-Werfer war Zsolt Balogh mit sechs Toren. Am Sonntag bleibt den Füchsen das Spiel um Platz drei gegen den Verlierer aus der Partie HCM Constanta gegen Montpellier HBA. Szeged tritt im Finale gegen den Sieger des zweiten Halbfinalduells an.

Handball, Bundesliga: Der HC Erlangen und die SG BBM Bietigheim steigen erstmals in die Handball-Bundesliga auf. Erlangen gewann am Samstagabend das direkte Duell in der mit 1500 Zuschauern ausverkauften Viadukthalle 29:23 (13:9). Weil aber der SC DHfK Leipzig seine etwas früher angepfiffene Partie gegen Aue verlor, stand der Aufstieg Bietigheims bereits zur Pause fest. Einen Spieltag vor Saisonende sind beide Vereine nicht mehr von den Aufstiegsplätzen zu verdrängen. Erlangen geht als Tabellenzweiter in die letzte Partie. Auch Tabellenführer TSG Friesenheim ist kommende Saison erstklassig.

Radsport, Giro d'Italia: Der italienische Radprofi Diego Ulissi hat die erste Bergankunft beim 97. Giro d'Italia für sich entschieden. Auf der achten Etappe setzte sich der 24-Jährige vom Team Lampre nach 179 km auf 1235 m Höhe in Montecopiolo mit sechs Sekunden Vorsprung auf den Serben Robert Kiserlovski (Trek) durch. Ulissi hatte am Mittwoch bereits die fünfte Etappe gewonnen. In der Gesamtwertung setzte sich der frühere Tour-Sieger Cadel Evans (Australien/BMC) durch seinen fünften Platz in der Tageswertung an die Spitze. Der 37-Jährige übernahm das Rosa Trikot mit 57 Sekunden Vorsprung auf den Kolumbianer Rigoberto Uran (Quick Step).

Fußball, FC Valencia: Der viermalige Europacup-Sieger FC Valencia ist ab sofort im Besitz des Milliardärs Peter Lim aus Singapur. Der Börsen-Makler kaufte für 100 Millionen Euro 70,4 Prozent der Anteile, verpflichtete sich zur Übernahme der gesamten Schulden in Höhe von 306 Millionen Euro und will weitere 300 Millionen in den nächsten Jahren investieren. Valencia suchte seit einem halben Jahr wegen der hohen Schulden einen Investor. Der Klub aus der drittgrößten Stadt Spaniens gewann 1962 und 1963 den Messe-Pokal, 1980 den Europapokal der Pokalsieger sowie 2004 den UEFA-Cup und stand 2000 und 2001 (gegen Bayern München) im Finale der Champions League. Seit einem Jahrzehnt ist Valencia aber ohne Titel.

Fußball, Hamburger SV: Die Ursache für die Rückenschmerzen von Torhüter René Adler vom Hamburger SV ist gefunden. Wie der Fußball-Bundesligist am Samstag via Twitter mitteilte, wurde bei dem 29-Jährigen ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Zur weiteren Vorgehensweise werde Adler Anfang der kommenden Woche zum Nationalmannschafts-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt nach München reisen. Wie lange er ausfällt, wurde nicht bekanntgegeben. Schon vor dem Untersuchungsergebnis hatte festgestanden, dass der Keeper am Sonntag im Relegations-Rückspiel der Hanseaten beim Zweitliga-Dritten SpVgg Greuther Fürth nicht spielen kann. Bereits im Hinspiel am Donnerstag (0:0) in Hamburg war er von Jaroslav Drobny kurzfristig ersetzt worden. Der langjährige Nationaltorhüter war auch nicht von Bundestrainer Joachim Löw in den vorläufigen Kader für die WM in Brasilien berufen worden.

Die Fußballgötter

Trainerlatein

Fußball, Relegation zur 3. Liga: Fortuna Köln hat die Relegationsspiele um den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga erreicht. Am Samstag konnte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat trotz einer 1:3-Niederlage gegen die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen die Meisterschaft in der Regionalliga West vorzeitig perfekt machen. Der ehemalige Bundesligist hat einen Spieltag vor dem Saisonabschluss fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten und Vorjahresmeister Sportfreunde Lotte, der sich gegen den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach mit einem 2:2 begnügen musste. In den Aufstiegsspielen trifft Köln in zwei Duellen auf die zweite Mannschaft des FC Bayern München als Vertreter der Regionalliga Bayern. Das Hinspiel steigt am 28. Mai in Köln. Im Rückspiel hat der FC Bayern am 1. Juni Heimrecht.

Hockey, WM-Vorbereitung: Die deutschen Hockey-Herren mussten sich auch im zweiten Spiel der WM-Generalprobe in Düsseldorf mit einem Remis begnügen. Am Samstag kam die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise beim Vier-Nationen-Turnier gegen England nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus. Thilo Stralkowski (40./ 48. Minute) hatte sein Team in Führung gebracht, den Engländern gelang aber nach einer Strafecke (53.) der Anschlusstreffer und zehn Minuten später auch noch der Ausgleich. Schon zum Turnierauftakt am Donnerstag spielte Deutschland gegen Belgien nur 2:2.

Moto GP: MotoGP-Pilot Stefan Bradl hat am Samstag beim Großen Preis von Frankreich in Le Mans als Vierter seine zweitbeste Saison-Platzierung im Qualifying erzielt. Der 24-Jährige aus Zahling lag auf seiner Honda in seiner letzten Runde nur noch 0,804 Sekunden hinter dem erneut überragenden Spanier Marc Marquez. Bradl stand im zweiten Saisonrennen in den USA auf Startplatz drei. In der WM-Wertung belegt er den sechsten Platz. Titelverteidiger Marquez kam auf eine Bestzeit von 1:32,042 Sekunden und geht im fünften Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr) zum fünften Mal von der Pole an den Start. Marquez, der Mitte der Woche seinen Vertrag bei Honda um zwei weitere Jahre verlängerte, hat alle bisherigen Saisonrennen gewonnen. In der Moto3-Klasse geht Philipp Öttl (Ainring) zwei Wochen nach dem ersten WM-Punkt nur von Startplatz 22 aus ins Rennen am Sonntag (11.00 Uhr). Öttl, der in Jerez an seinem 18. Geburtstag auf Rang 15 gefahren war, erzielte auf einer Kalex-KTM in seiner schnellsten Runde eine Zeit von 1:43,983 Minuten. Damit war der Oberbayer 1,492 Sekunden langsamer als der spanische Honda-Fahrer Efren Vazquez, der sich in 1:42,491 Minuten die Pole Position vor WM-Spitzenreiter Jack Miller (Australien/KTM/1:42,516) sicherte. Öttls Markenkollege Luca Grünwald (Waldkraiburg) fuhr in 1:44,324 Minuten auf Startplatz 26.

Schwimmen, Michael Phelps: Michael Phelps hat bei der zweiten Station seines Comebacks das erste Mal seit 22 Monaten gesiegt. Beim US-Grand-Prix in Charlotte gewann der 18-fache Olympiasieger am Freitag (Ortszeit) in 52,13 Sekunden die 100 Meter Schmetterling. Dies war exakt die gleiche Zeit wie bei seiner Niederlage vor drei Wochen in Mesa gegen Ryan Lochte. Damit liegt Phelps auf Platz sechs der Weltrangliste, Zweitbester des Jahres bleibt der Hamburger Steffen Deibler (51,86). "Es ist immer schön, wenn die Eins neben deinem Namen auftaucht", sagte Phelps, der den Weißrussen Pawel Sankowitsch (52,72) auf Platz zwei verwies. Zugleich kündigte der Rekord-Olympiasieger an, dass er auch bei der letzten Station der Grand-Prix-Serie in Santa Clara (19. bis 22. Juni) an den Start gehen will. Phelps ließ aber offen, über welche Strecken.

Turnen, Fabian Hambüchen: Die deutschen Turner haben beim Länderkampf in Dessau eine durchwachsene Generalprobe für die am Donnerstag beginnenden Europameisterschaften in Sofia abgeliefert. Sie gewannen am Samstag zwar den Vergleich gegen Belgien mit 254,850:249,650 Punkten sicher, offenbarten einen Tag vor der Abreise nach Bulgarien nach harten Trainingswochen aber an einigen Geräten Schwächen. Fabian Hambüchen musste ausgerechnet am Reck zweimal unfreiwillig das Gerät verlassen und kam auf bescheidene 11,45 Punkte. "Das kommt selten vor. Aber ich bin sicher, das wird bei der EM auf keinen Fall vorkommen", sagte Cheftrainer Andreas Hirsch.

Dressurreiten, Deutsche Meisterschaften: Die Dressurreiterin Kristina Sprehe hat erstmals die deutsche Meisterschaft gewonnen. Die 26-Jährige aus Dinklage setzte sich am Samstag in Balve im Grand Prix Special im Sattel ihres Hengstes Desperados mit 83,784 Prozentpunkten durch. Deutlich hinter Sprehe folgte Ulla Salzgeber aus Blonhofen mit Herzruf's Erbe (77,627). Dritte wurde Fabienne Lütkemeier aus Paderborn mit D'Agostino (77,373). Nach einem schweren Patzer mit Don Johnson (75,529) kam die am Vortag noch starke Isabell Werth (Rheinberg) nur auf den vierten Platz. Der zweite Dressur-Titel in der Kür wird am Sonntag vergeben.