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Verletzung von Haas:"Es sieht nicht gut aus für Wimbledon"

BMW Open 2014 - Day 7

Kann nicht spielen in Halle: Tommy Haas

(Foto: Getty Images)

Tennisspieler Tommy Haas kann beim Rasenturnier in Halle nicht antreten. Der neue Fußball-Weltmeister kassiert von der Fifa eine Rekordprämie. Deutschlands Hockey-Herren verpassen trotz eines klaren Siegs das WM-Halbfinale.

Tennis, Halle: Der zweimalige Turniersieger Tommy Haas (Los Angeles) hat seine Teilnahme an den Gerry Weber Open in Halle wegen anhaltender Beschwerden an seiner lädierten Schulter abgesagt. Einen Tag vor dem geplanten Auftaktmatch gegen den Amerikaner Steve Johnson (USA) zog sich der gebürtige Hamburger zurück. Schon bei den French Open hatte der 36-Jährige zuletzt wegen der gleichen Probleme in der ersten Runde aufgegeben. Ein Start in Wimbledon (23. Juni bis 6. Juli) wird immer fraglicher. "Es ist ein sehr trauriger Moment für mich. Bei so einem Turnier absagen zu müssen, bei dem man sich sehr wohlfühlt, ist mit das Schwierigste überhaupt", sagte Haas. Die diesjährige Nummer sieben der Setzliste hat 2009 und 2012 in Halle gewonnen. Wie es nun weiter geht, ist völlig offen. "Ob es eine Hoffnung für Wimbledon gibt, kann ich selbst nicht sagen. Ich werde versuchen, noch einen Schulterspezialisten zu finden, der mir hilft", sagte Haas: "Die Hoffnung stirbt zuletzt, doch gut sieht es nicht aus."

Fußball-WM, Prämien: Der neue Fußball-Weltmeister kassiert von der Fifa eine Rekordprämie. Der Sieger des Endspiels am 13. Juli bekommt aus dem Topf des Weltverbandes 25,7 Millionen Euro (35 Millionen Dollar). Der unterlegene Finalist erhält immerhin 18,3 Millionen Euro (25 Millionen Dollar). Platz drei bringt 16,1 und Platz vier 14,6 Millionen Euro. Insgesamt schüttet die Fifa mit rund 422 Millionen Euro (576 Millionen Dollar) die höchste Summe der WM-Geschichte aus - in Südafrika 2010 waren es 420 Millionen Dollar.

Die 16 Teams, die nach der Vorrunde nach Hause reisen müssen, bekommen eine Garantiesumme von 5,8 Millionen Euro. Das Achtelfinale ist knapp 6,6 Millionen Euro wert, der Einzug ins Viertelfinale bringt 10,2 Millionen Euro. Die Vereine, die Spieler zur WM abstellen, bekommen insgesamt 70 Millionen Dollar Entschädigung. Weitere 100 Millionen Dollar fließen ins sogenannte Schutzprogramm der Klubs für den Zeitraum inklusive der WM-Qualifikation seit September 2012.

Die WM-Gesamteinnahmen der Fifa belaufen sich auf 4,5 Milliarden Dollar. Nach Abzug der Kosten rechnet der Weltverband mit 2,2 Milliarden Dollar. Neben den 576 Millonen Dollar an Prämien gehen 1,624 Milliarden Dollar in den sogenannten Solidarity-Topf aus dem in die Fußball-Entwicklungshilfe (800) oder andere FIFA-Turniere (524) investiert wird. 200 Millionen Dollar gehen an die nationalen Verbände und 100 Millionen als WM-Hinterlassenschaft an den Gastgeber Brasilien, der seinerseits rund 11 Milliarden Dollar an Infrastrukturkosten für das Turnier gestemmt hat.

Hockey, WM: Deutschlands Hockey-Herren haben trotz eines klaren Erfolgs im letzten Gruppenspiel das Weltmeisterschafts-Halbfinale in Den Haag verpasst. Da Rivale Argentinien am Dienstag sein Match gegen Südafrika 5:1 (2:0) gewann, nutzte dem Team von Markus Weise in der Gruppe B das folgende 6:1 (3:0) über Südkorea nicht mehr zum erhofften Vordringen in die Vorschlussrunde. Christopher Wesley, Benedikt Fürk, Martin Zwicker, Florian Fuchs, Oliver Korn und Christopher Zeller trafen für die DHB-Herren, die erstmals seit der Premieren-WM 1971 (Platz 5) nicht im Semifinale stehen.

Fußball, Premier League: Der frühere englische Fußball-Nationalspieler Joe Cole wechselt von West Ham United zu Aston Villa. Der 32-Jährige unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag bis Juni 2016, wie der englische Premier-League-Verein am Dienstag mitteilte. Coles Vertrag bei West Ham war nach der abgelaufenen Saison nicht verlängert worden. "Das Feuer brennt noch in mir", zitierte der Verein den Zugang. Cole feierte 1999 als 17-Jähriger sein Debüt in der Profimannschaft bei West Ham. Seine erfolgreichste Zeit erlebte der Mittelfeldspieler allerdings im Trikot des FC Chelsea, für den er zwischen 2003 und 2010 spielte. Insgesamt bestritt Cole 56 Länderspiele.

Fußball-WM, Ghana: Deutschlands WM-Gruppengegner Ghana hat den letzten Härtetest vor der Abreise nach Brasilien bestanden. Zum Abschluss seines Trainingslagers in Miami schlug der viermalige Afrikameister am Montagabend (Ortszeit) Südkorea souverän mit 4:0 (2:0). Mit dem Schalker Kevin-Prince Boateng in der Startelf dominierte die Mannschaft von Fußball-Nationaltrainer Kwesi Appiah das Spiel, offenbarte aber in der Defensive noch Abstimmungsprobleme. Der früh eingewechselte Jordan Ayew traf gleich dreimal (11./53./89. Minute), daneben steuerte Kapitän Asamoah Gyan kurz vor der Pause einen weiteren Treffer bei (44.). Pech hatte Stürmer Abdul Majeed Waris, der bereits kurz nach dem Anpfiff verletzt vom Platz humpelte. Ob die WM-Teilnahme des 22-Jährigen vom französischen Club FC Valenciennes jetzt auch gefährdet ist, blieb zunächst offen. Am Mittwoch landen die Ghanaer in Brasilien, am 16. Juni steht gegen die USA in Natal das erste WM-Gruppenspiel an. Anschließend treffen Boateng & Co. noch auf Deutschland und Portugal. Die Südkoreaner, bei denen Spielmacher Ja-Cheol Koo von Mainz 05 blass blieb, bekommen es in der Vorrunde mit Russland, Algerien und Belgien zu tun.

Fechten, EM: Säbelfechter Richard Hübers steht bei der Fecht-EM in Straßburg als einziger deutscher Starter im Viertelfinale. Der 21-Jährige, der für den verletzten Ex-Weltmeister Nicolas Limbach nachnominiert worden war, bezwang den Ungarn Andras Szatmari (15:13). Für Benedikt Wagner war im Achtelfinale gegen den Italiener Enrico Berre nichts zu holen (12:15). Bereits zuvor waren Matyas Szabo und Max Hartung (alle Dormagen) in der Top-32-Runde ausgeschieden.

Am Montag hatte Florettfechter Peter Joppich (Koblenz) seinen Einzeltitel verloren. Der 31-Jährige unterlag im Halbfinale dem Briten James-Andrew Davis mit 8:15 und musste sich mit der Bronzemedaille trösten, die ihm durch den Einzug in die Vorschlussrunde bereits sicher war. Es war das erste Edelmetall für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) bei den Titelkämpfen. Für den Bonner Marius Braun war in der Runde der besten 16 der Ukrainer Klod Junes eine Nummer zu groß (13:15). Sebastian Bachmann (Tauberbischofsheim) unterlag derweil in der zweiten Hauptrunde dem Russen Renal Ganejew 8:15. Moritz Kröplin (Bonn) war bereits in der ersten Hauptrunde ausgeschieden.

Fußball-WM, DFB-Elf: Mit Manuel Neuer gegen Portugal: Bundestrainer Joachim Löw und sein Assistent Hansi Flick sind fest davon überzeugt, dass die deutsche Nummer eins bis zum WM-Auftakt am 16. Juni seine Schulterverletzung endgültig überwunden hat. "Er ist auf einem sehr guten Weg, wir sind sehr zufrieden. Wir sind guter Dinge, dass er im ersten Spiel topfit ist", sagte Flick am Montag nach der zweiten Trainingseinheit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf brasilianischem Boden. Neuer absolvierte mit Bundestorwarttrainer Andi Köpke wie schon am Sonntag torwartspezifisches Training. "Wann er ins Mannschaftstraining einsteigt, müssen wir abwarten. Das entscheiden wir von Tag zu Tag", meinte Flick weiter. Der Münchner Neuer (28) hatte sich im Pokalfinale am 17. Mai verletzt.

Ohnehin habe man auf der Torhüter-Position "drei sehr gute Optionen", führte Flick aus. Neuer sei zwar im Gegensatz zu Roman Weidenfeller und Ron-Robert Zieler "noch einmal einen Tick besser". Aber er und Löw hätten dennoch keine Bedenken, wenn Weidenfeller gegen Portugal die Nummer eins wäre: "Auch er ist weltklasse." Von der Fitness her sieht Flick alle 23 Spieler "nah bei 100 Prozent. Wir sind mit der Form sehr zufrieden und auf einem sehr guten Weg." Am Dienstag ist das Training für 16 Uhr geplant, danach um 13 Uhr, um die frühe Anstoßzeit gegen Portugal in Salvador zu simulieren. Dann stehen vor allem auch taktische Dinge auf dem Programm.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/fued
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