Tennis:Scharapowa holt dritten Stuttgart-Titel

Tennis WTA-Turnier in Stuttgart

Maria Scharapowa durfte in Stuttgart wieder einmal ein Auto als Hauptgewinn mitnehmen.

(Foto: dpa)

Durch einen Dreisatz-Sieg gegen Ana Ivanovic gewinnt die russische Tennisspielerin erneut das Turnier in Stuttgart. Die deutschen Tischtennis-Damen sind mit einem Erfolg in die Mannschafts-Weltmeisterschaft in Tokio gestartet. Anthony Modeste fehlt Hoffenheim in den letzten beiden Bundesligapartien.

Tennis, Stuttgart: Titelverteidigerin Maria Scharapowa hat ihren historischen Stuttgart-Hattrick perfekt gemacht. Die an Position sechs gesetzte Russin besiegte im Finale des WTA-Turniers in der Schwabenmetropole Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 9) dank eines Kraftaktes mit 3:6, 6:4, 6:1. Nach 2:03 Stunden verwandelte die 27-jährige Scharapowa, die im zweiten Durchgang schon mit 1:3 zurücklag, ihren zweiten Matchball und besiegelte ihr Stuttgart-Triple. Vor Erleichterung schlug sie die Hände vors Gesicht. Noch nie hatte es die viermalige Grand-Slam-Siegerin zuvor in ihrer seit 2001 andauernden Karriere geschafft, ein Event dreimal in Serie zu gewinnen.

Es war der 13. Erfolg im 13. Spiel von Scharapowa in Stuttgart. Die viermalige Grand-Slam-Siegerin durfte sich neben der Siegprämie in Höhe von 96.774 Euro über einen 400 PS starken Sportwagen freuen. Die 26-jährige Ivanovic, Nummer Zwölf der Welt, verpasste indes ihren dritten Turniersieg 2014 nach ihren Coups in Auckland und Monterrey. Die sechs im Hauptfeld gestarteten deutschen Profis waren bei ihrem "Heimspiel" bereits vor dem Viertelfinale ausgeschieden. Am Donnerstag hatte Hoffnungsträgerin Angelique Kerber (Kiel) als letzte DTB-Starterin im Achtelfinale gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro (5:7, 4:6) verloren. Kerber, Andrea Petkovic und Co. waren die Strapazen ihres Trips zum Fed-Cup-Halbfinale in Australien und zurück (3:1) deutlich anzumerken.

Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim: Für Stürmer Anthony Modeste von 1899 Hoffenheim ist die Saison vorzeitig beendet. Der 26-Jährige wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die ausstehenden beiden Partien gesperrt. Hoffenheim hat das Urteil gegen Modeste bereits akzeptiert. Der Franzose hatte während des Punktspiels am Samstag gegen Eintracht Frankfurt (0:0) nach einer Tätlichkeit gegen seinen Gegenspieler Carlos Zambrano in der 85.Minute die Rote Karte gesehen. Schiedsrichter Florian Meyer hatte allerdings übersehen, dass auch Zambrano in der Szene nach Modeste getreten hatte. Ob der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen gegen den Frankfurter Verteidiger einleiten wird, hängt vom Spielbericht Meyers ab. Nur wenn der Schiedsrichter die Aktion Zambranos nicht gesehen hat, kann der Kontrollausschuss die TV-Bilder als Beweismittel heranziehen und ermitteln.

Fußball, England: Luis Suarez von Liverpool ist als Englands Fußballer des Jahres ausgezeichnet worden. Der Stürmer aus Uruguay wurde am Sonntag nach der Niederlage gegen den FC Chelsea (0:2) in London von der Profi-Vertretung PFA für seine herausragende Saison geehrt. Suarez ist mit bislang 30 Saisontoren maßgeblich am Höhenflug der Reds beteiligt, die zwei Spieltage vor Saisonende als Tabellenführer die erste Meisterschaft seit 24 Jahren vor Augen haben. "Die Premier League ist voll von großartigen Spielern. Es ist eine Ehre, von ihnen wahrgenommen zu werden", sagte Suarez. Der Preis für den besten Nachwuchsspieler der Liga ging an den Belgier Eden Hazard (FC Chelsea).

Tischtennis, Weltmeisterschaft: Gelungener Auftakt für die deutschen Tischtennis-Damen bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Tokio. Das Team der Bundestrainerin Jie Schöpp setzte sich im ersten Gruppenspiel gegen Kroatien mit 3:0 durch. Jiaduo Wu, Petrissa Solja und Kristin Silbereisen holten die Punkten für das deutsche Team. Am Dienstag wartet ein Doppelspieltag auf die Spielerinnen. Zuerst trifft die Mannschaft auf die Ukraine (3:00 Uhr MESZ), dann auf Tschechien (9:30 MESZ).

Eishockey, NHL: Titelverteidiger Chicago Blackhawks und die Anaheim Ducks haben in der Eishockey-Profiliga NHL als drittes und viertes Team das Viertelfinale erreicht. Chicago entschied die best-of-seven-Serie gegen die St. Louis Blues durch einen 5:1-Heimsieg mit 4:2 für sich. Die Ducks holten durch ein 5:4 nach Verlängerung bei den Dallas Stars ebenfalls ihren vierten Sieg. Zuvor waren bereits die Boston Bruins und die Montréal Canadiens weitergekommen. Dicht vor dem Einzug in die nächste Runde stehen die New York Rangers. In Spiel fünf der Serie gegen die Philadelphia Flyers gewann der viermalige Stanley-Cup-Sieger mit 4:2 und hat beim Stand von 3:2 zwei Matchbälle. Das nächste Spiel findet am Dienstag in Philadelphia statt.

Frauenfußball, Champions League: Die Fußball-Frauen von Turbine Potsdam haben den Final-Einzug verpasst. Nach dem 0:0 im Hinspiel verloren die Brandenburgerinnen beim VfL Wolfsburg mit 2:4 (2:3) und mussten damit dem Bundesliga-Konkurrenten das Spiel um den Titel überlassen. Endspiel-Gegner des niedersächsischen Triplesiegers der vergangenen Saison ist am 22. Mai in Lissabon das schwedische Team Tyresö FF. Die Tore von Julia Simic (7.) und Genoveva Anonma (34.) reichten Turbine nicht. Für Wolfsburg waren vor 10 791 Zuschauern Nadine Keßler (17.), Alexandra Popp (35./41.) und Martina Müller (79.) erfolgreich.

Formel 1, Hamilton: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (29) fürchtet sich im Kampf um die Weltmeisterschaft in der Formel 1 vor einer Aufholjagd des bisher schwächelnden Vierfach-Champions Sebastian Vettel (26). "Wenn ich ehrlich bin, dann traue ich der Situation bei Red Bull nicht ganz. Klar scheinen sie noch Probleme mit ihrem Motor zu haben", sagte Hamilton in einem Interview mit der Bild am Sonntag: "Aber die haben unabhängig von der Power-Unit ein starkes Auto. Ich bin mir sicher, dass die noch aufholen." Nach zuletzt drei Siegen in Serie hat Hamilton in der WM-Wertung nur noch vier Zähler Rückstand auf seinen Teamkollegen Nico Rosberg (79 Punkte). Vettel liegt nach einem verkorksten Saisonstart mit 33 Punkten nur auf Rang fünf. Doch der Dominator der vergangenen Jahre könne jederzeit zurückschlagen, glaubt Hamilton.

Als viermaliger Weltmeister "muss Sebastian jetzt sein Leadership zeigen, als Anführer des Teams", sagte der Engländer, der unbedingt seinen zweiten Titel nach 2008 einfahren will: "Wenn es hart auf hart kommt, kannst du als Kopf des Teams deine Stärke aufs Team übertragen." Red Bull hat mittlerweile auf die bisher schwachen Vorstellungen seines Stars reagiert und schickt Vettel beim nächsten Rennen in Barcelona (11. Mai) mit einem neuen Wagen an den Start. "Das ist bereits beschlossen", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko Auto Bild Motorsport: "In Barcelona bekommt Sebastian ein neues Chassis." Bei seinem bisherigen Boliden seien Schäden festgestellt worden: "Manchmal kann schon ein kleiner Haarriss große Folgen haben."

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks um den Deutschen Dirk Nowitzki haben dank Vince Carter einen wichtigen Sieg im Play-off-Achtelfinale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gefeiert. Beim 109:108 gegen die San Antonio Spurs traf Carter 1,7 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier und sorgte für Jubel im American Airlines Center. Dallas führt in der best-of-seven-Serie nun 2:1. "Vince hat sich davongestohlen und aus der Ecke einen Wahnsinnsschuss getroffen. Das können nicht viele. Danach hat das Publikum verrückt gespielt", sagte Nowitzki, dem am Samstag 18 Punkte gelangen. Topscorer der sonst chronisch heimschwachen Mavericks war Monta Ellis mit 29 Zählern. Für Dallas war es der erste Play-off-Heimsieg seit dem 9. Juni 2011 im NBA-Finale gegen die Miami Heat.

Die Atlanta Hawks um Dennis Schröder kassierten derweil eine 88:91-Heimniederlage gegen die im Osten topgesetzten Indiana Pacers. Auch 29 Punkte von Atlantas Topscorer Paul Millsap konnten die Niederlage nicht verhindern. Indiana glich damit in der Serie zum 2:2 aus, Schröder wurde von Trainer Mike Budenholzer nicht eingesetzt. Titelverteidiger Miami steht derweil vor dem Einzug ins Viertelfinale. MVP LeBron James führte das Team aus Florida mit 30 Punkten zu einem 98:85 bei den Charlotte Bobcats, Miami hat nach dem dritten Sieg nun vier Matchbälle. Die Oklahoma City Thunder gewannen bei den Memphis Grizzlies 92:89 nach Verlängerung und glichen in der Serie zum 2:2 aus.

Marathon: Die Kenianer Gilbert Yegon und Henry Chirchir haben die Marathonrennen in Düsseldorf und Hannover mit international zweitklassigen Zeiten gewonnen. Yegon benötigte in Düsseldorf für die 42,195 Kilometer 2:08:09 Stunden, Chirchir setzte sich in Hannover im Zielsprint nach 2:11:30 Stunden gegen seinen Landsmann Francis Bowen durch. Lokalmatador André Pollmächer verpasste im Dauerregen von Düsseldorf in 2:14:01 Stunden die Norm für die Europameisterschaften im August in Zürich (2:13:30) deutlich. Lisa Hahner musste in Hannover beim Sieg der Algerierin Souad Ait Salem (2:33:09) nach knapp einer Stunde wegen Fußproblemen aufgeben. Bei den Frauen in Düsseldorf triumphierte Annie Bersagel (USA) mit persönlicher Bestzeit von 2:28:59 Stunden.

Fußball, Premier League: Arsène Wenger wird seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Fußball-Trainer des FC Arsenal verlängern. Das bestätigte der Franzose am Freitag. "Ich habe dem Club mein Wort gegeben. Ich will dort weitermachen, wo ich bin (...) das bedeutet, dass ich bleibe", sagte Wenger in einem Interview mit beIn Sports. Der 64 Jahre alte Coach arbeitet seit 1996 bei dem Premier-League-Club, wo in Mesut Özil, Lukas Podolski und Per Mertesacker auch drei deutsche Nationalspieler aktiv sind. Am 22. März bestritt Wenger sein 1000. Spiel mit den Gunners. Seine 18. Saison in Nord-London kann er mit dem Gewinn des FA-Cups krönen. Am 17. Mai trifft Arsenal im Finale auf Ligakonkurrent Hull City. Den letzten großen Triumph feierte Wenger 2005 ebenfalls im englischen Pokalwettbewerb. In der Liga trifft Arsenal am Montag auf Newcastle United. Dort will der Verein in den verbleibenden Saisonspielen den für die Qualifikation zur Champions League entscheidenden vierten Tabellenplatz verteidigen.

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