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Tennis:Nadal verzichtet auf Wimbledon und Olympia

Rafael Nadal (ESP) Tennis - French Open 2021 - Grand Slam - Roland Garros - Paris - - France - 11 June 2021. *** Rafael

Unterlag im Halbfinale der French Open Novak Djokovic: Rafael Nadal.

(Foto: imago images/Hasenkopf)

Der 20-malige Grand-Slam-Sieger will Rücksicht auf seinen Körper nehmen. Auch die Japanerin Naomi Osaka wird nicht beim Großevent in London antreten.

Meldungen im Überblick

Tennis, Rafael Nadal: Der ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste Rafael Nadal wird nicht beim anstehenden Rasen-Klassiker in Wimbledon spielen und hat auch seine Olympia-Teilnahme abgesagt. Der 35-Jährige gab seinen Verzicht am Donnerstag bei Twitter bekannt, knapp eine Woche nach dem Halbfinal-Aus bei den French Open. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, betonte der Spanier.

Nadal begründete seine Absage für das am 28. Juni in Wimbledon beginnende dritte Grand-Slam-Turnier der Saison mit der nur zweiwöchigen Pause nach den French Open. Das lasse ihm nach der anstrengenden Sandplatz-Saison nicht genug Zeit zur Erholung. Der Mallorquiner machte deutlich, dass er mit seinem Verzicht ein Risiko für seine weitere Karriere ausschließen wolle. Nadal hat sich bereits stolz darüber geäußert, dass er trotz seines kraftraubenden Spiels schon so lange und so erfolgreich auf der Profi-Tour unterwegs ist.

Die derzeitige Nummer drei der Welt ist gemeinsam mit dem Schweizer Roger Federer mit 20 Titeln noch Rekordgewinner bei den vier Grand-Slam-Turnieren vor dem Serben Novak Djokovic, der nach dem Sieg in Paris 19 Titel hat. In Wimbledon triumphierte Nadal 2008 und 2010, bei Olympia gewann er 2008 Gold im Einzel und 2016 im Doppel.

Die Olympischen Spiele hätten ihm viel bedeutet und immer eine Priorität für ihn als Sportler gehabt, schrieb der dreimalige Teilnehmer. "Ich habe das Ambiente gefunden, dass jeder Sportler zumindest einmal spüren sollte", erklärte Nadal. Die anstehenden Spiele in Tokio unterliegen dagegen auf Grund der Coronavirus-Pandemie strikten Restriktionen.

Tennis, Naomi Osaka: Nach ihrem Rückzug von den French Open wird die zweimalige US-Open-Siegerin Naomi Osaka auch auf die Teilnahme in Wimbledon (ab 28. Juni) verzichten. "Sie nimmt sich eine Auszeit, um Zeit mit ihren Freunden und ihrer Familie zu verbringen", teilte ihr Agent am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit: "Sie wird für die Olympischen Spiele bereit sein und freut sich darauf, vor ihrem Heimpublikum zu spielen."

Vorangegangen war ein Streit um einen Medien-Boykott der Japanerin, den sie kurz vor Beginn der French Open angekündigt hatte, um auf die mentale Gesundheit von Sportlerinnen und Sportlern aufmerksam zu machen. Die Turnier-Verantwortlichen in Paris drohten der 23-Jährigen daraufhin mit dem Ausschluss, sollte sie ihren Medienverpflichtungen nicht nachkommen. Als Konsequenz trat Osaka nicht zu ihrem Zweitrundenmatch an und sprach offen Probleme mit Depressionen an.

Basketball, Nationalteam: Die Mannschaft des Deutschen Basketball Bunds hat die Erklärung von Joshiko Saibou zu dessen Verhalten in der Corona-Pandemie akzeptiert. Johannes Voigtmann machte aber deutlich, dass er auf ein weitere öffentliche Distanzierung des Rückkehrers setzt und auch seine persönliche Zukunft im Nationalteam vom weiteren Verlauf abhängig macht. "Die Aufarbeitung kann noch nicht vorbei sein", betonte der 28 Jahre alte Center Voigtmann. Sollte Saibou seine früheren Positionen ins Nationalteam hereintragen, "sage ich für mich persönlich, dass ich raus bin aus der Nationalmannschaft oder er rausgeschmissen wird. Das ist für mich ganz klar. Das muss hier und heute ein Ende haben. Wenn nicht, kann ich es für mich persönlich nicht mehr mit mir vereinbaren mit ihm auf dem Feld zu stehen. Er bekommt von mir eine zweite Chance. Ich hoffe, dass er sich weiter distanziert und weiter auf Abstand geht. Ich denke, das halten viele Spieler so."

Saibou hatte am Mittwoch in einem vom Verband veröffentlichten Video erklärt, die Auswirkungen seiner Teilnahme an zwei Demonstrationen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr in Berlin zu bereuen. "Zuerst möchte ich mich an die Leute richten, die sich von meinen Handlungen oder Aussagen im letzten Jahr verletzt gefühlt haben. Dafür möchte ich mich entschuldigen und sagen, dass es absolut nicht meine Intention war", sagte der 31-Jährige. Saibou sagte, dass er die Existenz von Corona nie angezweifelt habe. Um seine Nominierung hatte es in dieser Woche großen Wirbel gegeben.

Fußball, Bundesliga: Achim Beierlorzer kehrt zu Bundesligist RB Leipzig zurück und wird den neuen Chefcoach Jesse Marsch zukünftig als Co-Trainer unterstützen. Wie die Sachsen am Donnerstag mitteilten, unterschrieb Beierlorzer einen Vertrag bis 30. Juni 2023. "Die Rückkehr zu RB Leipzig ist für mich etwas Besonderes. Ich verbinde mit diesem Verein, der Stadt und den Fans viele tolle Erinnerungen. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Jesse Marsch, allen Mitarbeitern und der Mannschaft", wird Beierlorzer auf der Webseite des Vereins zitiert.

Der 53-Jährige arbeitete bereits zwischen 2014 und 2017 in verschiedenen Funktionen bei den Sachsen. In der Saison 2014/2015 war er nach der Trennung von Alexander Zorniger für einige Monate Interimstrainer des damaligen Zweitligisten. Zuletzt stand Beierlorzer beim FSV Mainz 05 unter Vertrag. Im September 2020 trennte sich der Bundesligist nach zwei Niederlagen zum Saisonstart und einem Spieleraufstand vom Fußballlehrer. Beierlorzer hatte zuvor Stürmer Adam Szalai ausgemustert. Daraufhin war das komplette Team in einen Streik getreten.

Mainz teilte am Donnerstag mit, dass der bis 30. Juni 2022 gültige Vertrag bereits am Dienstag aufgelöst wurde. "Wir haben eine für Mainz 05 vernünftige Lösung gefunden, Achim Beierlorzer ist damit frei für eine neue Herausforderung. Wir wünschen ihm dabei viel Erfolg und privat alles Gute für seine Zukunft", sagte Sportvorstand Christian Heidel.

Olympia, Zuschauer: Gastgeber Japan will trotz der andauernden Corona-Pandemie bei den Sommerspielen eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern in den Wettkampfstätten zulassen. Wie die japanische Tageszeitung Mainichi Shimbun am Donnerstag berichtete, erwägt die Regierung eine Obergrenze von 10 000 Zuschauern. Eine offizielle Entscheidung solle bei einem Treffen der Regierung mit der Stadtverwaltung von Tokio, dem Organisationskomitee und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) getroffen werden. Das Treffen werde voraussichtlich am kommenden Montag stattfinden. Am Tag zuvor soll der Corona-Notstand für Tokio sowie weitere Präfekturen angesichts gesunkener Infektionszahlen beendet werden. Zuschauer aus dem Ausland sind bei Olympia in Tokio bereits ausgeschlossen worden.

Die Regierung plane nun, keine weiteren Eintrittskarten für die in gut einem Monat beginnenden Spiele zu verkaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Ungeachtet breiter Ablehnung in der japanischen Bevölkerung und Sorgen von Experten im Hinblick auf möglicherweise wieder steigende Infektionszahlen setzen Japans Olympia-Macher und das IOC ihre Vorbereitungen für die Spiele fort. Das Mega-Event war wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Für die Spiele in Tokio gelten äußerst strenge Verhaltensregeln. Laut dem IOC werden 80 Prozent der Athleten im Olympischen Dorf mit Beginn der Spiele am 23. Juli geimpft sein. Auch in Japan selbst hat der anfangs sehr schleppende Impfprozess inzwischen an Fahrt aufgenommen.

Bundesliga, Schalke: Das Kapitel zwischen dem Bundesliga-Absteiger Schalke 04 und dem früheren Nationalspieler Sebastian Rudy (31) ist endgültig beendet. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, wurde der noch bis Sommer 2022 gültige Vertrag mit dem Mittelfeldspieler mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Rudy stand seit 2018 auf Schalke unter Vertrag, gehörte zu den Großverdienern, aber nie zu den Leistungsträgern. Zuvor hatte der kicker über die Trennung berichtet. "Nach dem ereignisreichen Montag haben wir noch einmal ausführlich gesprochen und sind nun sehr froh, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden konnten, die den Klub wirtschaftlich deutlich entlastet", sagte Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder: "Sebastian wiederum erhält die Chance auf einen Neuanfang bei einem anderen Verein. Wir wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute." Bereits am Montag war Rudy nicht zum vorgeschriebenen Coronatest vor dem Vorbereitungsstart der Knappen am Donnerstag erschienen und hatte für Ärger gesorgt. In den vergangenen beiden Spielzeiten er bis auf wenige Spiele für Schalke an die TSG Hoffenheim ausgeliehen gewesen.

© SZ/sid/dpa/tbr, and, cch
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