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Tennis:Kolumbianer Farah vom Doping-Vorwurf freigesprochen

Darf wieder spielen: Tennisprofi Robert Farah.

(Foto: AP)

Der weltbeste Doppelspieler darf wieder antreten. Holstein Kiel gewinnt das Zweitliga-Nordderby, weil St. Pauli sehr spät einen Elfmeter verschießt.

Tennis, Doping: Der kolumbianische Tennisprofi Robert Farah ist trotz einer positiven Dopingprobe ab sofort wieder spielberechtigt. Wie der Tennis-Weltverband ITF am Montag mitteilte, sei bei der Untersuchung der Version des derzeit weltbesten Doppelspielers gefolgt worden, wie eine verbotene Substanz in seinen Körper gelangte. Dem 33-Jährigen sei daher kein eigener Fehler vorzuwerfen, erklärte der Verband, ohne Details zu nennen.

Farah war am 21. Januar suspendiert worden und verpasste damit die Australian Open. Der letztjährige Wimbledon- und US-Open-Sieger hatte am 17. Oktober 2019 eine positive Trainingsprobe abgegeben, in der die verbotene anabole Substanz Boldenon gefunden worden war.

2. Bundesliga, Kiel: Holstein Kiel hat seinen Aufschwung in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt und die Abstiegssorgen des FC St. Pauli noch einmal vergrößert. In dem mit Spannung erwarteten Nordderby behielten die Kieler am Montagabend dank der Treffer von Salih Özcan (30. Minute) und Janni Serra (69.) mit 2:1 (1:0) die Oberhand und verbesserten sich in der Tabelle auf den sechsten Rang. Vor 14 129 Zuschauern im Holstein-Stadion war der Treffer von Henk Veerman (50.) am Ende zu wenig für den Kiezklub. Die Hamburger warten nun schon fast ein Jahr auf einen Auswärtssieg und liegen nur noch einen Punkt vor dem Relegationsrang.

Veerman verschoss in einer turbulenten Nachspielzeit noch einen Handelfmeter (90.+4). Danach hatte St. Pauli noch eine weitere Großchance, doch die Kieler konnten einen indirekten Freistoß aus knapp fünf Metern noch entschärfen. "Das war eine spektakuläre Endphase mit dem nicht wirklich guten Ende für uns", haderte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann. "Einen Punkt hätten wir verdient gehabt." Pechvogel Veerman war untröstlich über seinen Fehlschuss: "Das kann passieren, ist aber mein Fehler."

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks haben ohne den weiter verletzten Topstar Luka Doncic einen Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze der NBA kassiert. Das Team um Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber unterlag den Utah Jazz in eigener Halle 119:123. Dallas bleibt im Westen Siebter, hat aber ein noch komfortables Polster auf den neunten Platz, der nicht mehr zum Einzug in die K.o.-Runde berechtigt. Kleber kam auf fünf Punkte und zwei Rebounds. Bester Werfer der Mavericks war Tim Hardaway Jr., der 33 Punkte erzielte und die Karriere-Marke von 6000 Zählern durchbrach. Bis zu seinem berühmten Vater Tim Hardaway ist es allerdings noch ein weiter Weg: Der fünfmalige All-Star sammelte von 1989 bis 2003 insgesamt 15.373 Punkte. Die Milwaukee Bucks gewannen derweil auch ohne Giannis Antetokounmpo gegen die Sacramento Kings mit 123:111. Der wertvollste Spieler (MVP) der abgelaufenen Spielzeit war am Montag erstmals Vater geworden. Die Geburt von Liam Charles Antetokounmpo hatte "The Greek Freak" in den Sozialen Medien verkündet.

Asien, Badminton: Die Badminton-Mannschaften aus China und Hongkong dürfen nicht an den Asienmeisterschaften in Manila teilnehmen. Der Ausschluss sei kurzfristig wegen der Einreisebestimmungen der Philippinen bezüglich des Coronavirus erfolgt, teilte der Kontinentalverband Badminton Asia am Dienstag mit. Den Bestimmungen zufolge müssen Reisende aus China, wo das Coronavirus ausbrach, Hongkong und Macau zunächst 14 Tage in Quarantäne, hieß es. Damit ist eine Teilnahme der Spieler beim am Dienstag beginnenden Kontinentalturnier ausgeschlossen. Die Chinesen waren sowohl bei den Männern als auch Frauen die Favoriten auf den Turniersieg. Die Asienmeisterschaften gelten zudem als Qualifikation für die im Mai in Dänemark stattfindenden Weltmeisterschaften.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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