Wie man Jannik Sinner in der vergangenen Woche aus der Fassung bringen konnte? Es brauchte schon Kampfjets. Am Dienstag, Sinner war soeben vom Aufwärmtraining in die Katakomben des Center-Courts abgebogen, herrschte plötzlich großer Lärm auf der Anlage des Foro Italico. Die „Frecce Triccolori“, die stolze, italienische Fliegerstaffel, übte unangekündigt für ihre große Show später in der Woche. Ganz Rom schaute in den Himmel. Und Sinner? Fuhr erschrocken zusammen, duckte sich, griff sich an die Brust. Und drehte sich dann zu seinem lachenden Trainerteam um, das seinen Schreck im Hintergrund stehend bemerkt hatte: „Ich sag’s euch, ich hab’ mir fast in die Hose gemacht“, sagte Sinner.
Tennisturnier in RomItalien schließt Jannik Sinner endgültig ins Herz
Lesezeit: 5 Min.

Der erste Titelgewinn eines Italieners in Rom seit 50 Jahren ist ein besonderer Moment – für Jannik Sinner und für die Nation, die den mitunter schüchternen Südtiroler jetzt lieb gewonnen hat.
Von Felix Haselsteiner, Rom
