Tennis in Miami Cortese muss um Start bangen

Motorsport, Sandro Cortese: Sandro Cortesemuss nach einem Unfall im Training zum Großen Preis von Katar um seinen Start im Moto2-Rennen am Sonntag bangen. Der 24 Jahre alte Kalex-Pilot kam nach einer Kollision mit dem Spanier Jordi Torres zu Fall und erlitt dabei Verletzungen am linken Fuß. Zuvor hatte Cortese, der Moto3-Weltmeister von 2012, die zweitbeste Zeit im Qualifying vorgelegt. Auf den Plätzen 13 und 15 steht die deutsche WG mit Marcel Schrötter (Mistral) und Jonas Folger (Kalex). Schnellster war der Spanier Esteve "Tito" Rabat auf einer Kalex. In der MotoGP steht Honda-Fahrer Stefan Bradl aus Zahling beim Start am Sonntag auf Platz neun und damit unmittelbar vor dem neunmaligen Weltmeister Valentino Rossi auf einer Yamaha. Bestzeit fuhr Rossis Markenkollege Bradley Smith (Großbritannien) vor Weltmeister Marc Marquez (Spanien/Honda) und Aleix Espargaro (Spanien/Yamaha). Im Qualifying der Moto3 hatten die beiden Deutschen nichts mit dem Kampf um die vorderen Startplätze zu tun. Philipp Öttl (Ainring/Kalex) belegte Platz 22, Luca Grünwald (Waldkraiburg/Kalex) landete noch drei Plätze dahinter. Schnellster war der Spanier Alex Rins mit der neuen Honda NSF250 vor seinem Landsmann und Teamkollegen Alex Marquez.

Slopestyle, Weltcup: Ski-Freestylerin Lisa Zimmermann hat den letzten Slopestyle-Weltcup der Saison und damit auch die Gesamtwertung gewonnen. Die 18-Jährige aus Bad Aibling setzte sich im Finale im schweizerischen Silvaplana mit 83,40 Punkten im zweiten Durchgang gegen die Schwedin Emma Dahlström (78,20) und Lokalmatadorin Camillia Berra (72,40) durch, Sabrina Cakmakli (München) wurde Fünfte. Für Zimmermann war es der zweite Weltcup-Erfolg seit dem Start ihrer Profikarriere im Februar 2013. Auch ihr Debüt hatte sie in Silvaplana gefeiert und damals mit Rang 18 bereits die ersten Punkte gesammelt. Ihren ersten Sieg hatte die gebürtige Nürnbergerin erst im Januar beim Wettbewerb in Gstaad (Schweiz) erreicht.

Fußball, Bundesliga: DFL-Chef Christian Seifert sieht bei den Klubs der Fußball-Bundesliga in der Gesamtheit noch deutliches Steigerungspotenzial. "Fakt ist, dass viele Bundesligisten mehr finanzielle Möglichkeiten haben als die meisten anderen Klubs in Europa. Das sollte sich auf Dauer auch in den sportlichen Leistungen niederschlagen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Enttäuscht ist der 44-Jährige vom Abschneiden der deutschen Vereine in der Europa League: "Wir müssen konstatieren, dass in der Bundesliga acht Klubs einen Etat von mehr als 100 Millionen Euro haben. Zwar haben wir in dieser Saison zwei Vereine im Viertelfinale der Champions League, im Achtelfinale der Europa League war die Bundesliga aber nicht vertreten."

Dabei sieht Seifert die Bundesligisten auch im Duell mit Rekordmeister Bayern München gefordert. "Für die Bundesliga ist es nicht gefährlich, dass der FC Bayern aktuell allen davon eilt. Gefährlich wird es erst, wenn es zur Grundeinstellung wird, dass alle aus dem Mannschaftsbus aussteigen und sofort den Hofknicks vor dem großen Meister machen, dann haben wir echte Probleme", betonte er. Statt über die Münchner zu sprechen, so Seifert, "wäre es vielleicht besser, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. So wie es etwa die Dortmunder oder die Mainzer tun".

Skispringen, Planica: Die deutschen Skispringer haben im letzten Teamwettbewerb der Saison erstmals das Podest verpasst. 33 Tage nach dem Olympiasieg von Sotschi landeten Severin Freund, Marinus Kraus, Andreas Wank und der ins Team gerückte Richard Freitag im slowenischen Planica mit 1001,5 Punkten nur auf dem vierten Platz. Der Sieg ging an Österreich (1045,6) vor Polen (1007,6) und Norwegen (1007,3). Das DSV-Quartett lag zur Halbzeit noch auf dem dritten Rang, doch auch Überflieger Freund (Rastbüchl) konnte mit Sprüngen auf 133 und 133,5 Meter das Podest nicht retten. Der 25-Jährige verlor zudem seinen am Vortag aufgestellten Schanzenrekord an Piotr Zyla. Der Pole landete bei 141 Metern und damit 3,5 Meter weiter als Freund. Sogar auf 141,5 m segelte DSY-Youngster Kraus (Oberaudorf), griff bei der Landung aber in den Schnee. Im vierten Teamspringen der Saison standen die DSV-Adler damit erstmals nicht auf dem Podest. Ganz vorne gab es das gewohnte Bild: Wie schon vor drei Wochen in Lahti gewannen die Austria-Adler Gregor Schlierenzauer, Thomas Diethart, Andreas Kofler und Stefan Kraft, die sich in Sotschi noch mit dem zweiten Platz hinter Deutschland begnügen mussten.