MeinungPreisgeld-Streit im TennisDer Arbeitskampf der Stars ist bizarr – und doch verständlich

Portrait undefined Gerald Kleffmann

Kommentar von Gerald Kleffmann

Lesezeit: 3 Min.

Gehören auch zu den 20 Unterzeichnern der Protesterklärung:  Carlos Alcaraz (vorne) und  Jannik Sinner.
Gehören auch zu den 20 Unterzeichnern der Protesterklärung:  Carlos Alcaraz (vorne) und  Jannik Sinner. Charly Triballeau/AFP

Aus nachvollziehbaren Gründen opponiert eine Gruppe von Spitzenspielern gegen die Preisgeldpolitik bei den French Open – es geht ihnen um Wertschätzung.

Die Meldungen klingen seit Jahren gleich. Im April, wenn die French Open ihre Eintrittskarten anbieten, dauert es nur Minuten, schon heißt es im Internet: ab auf die virtuelle Warteliste. Der Andrang in Wimbledon ist kaum geringer, eher größer. Das reale Anstehen für Tickets haben sie bei dem Rasenklassiker sogar zur eigenen Königsdisziplin unter Fans erhoben. Die Queue, die Menschen in der Schlange, die darauf hoffen, sich auf die Anlage des All England Clubs quetschen zu dürfen, wird als Heiligtum betrachtet. Die US Open? Platzen aus allen Nähten. Die Australian Open? In diesem Jahr kamen 1,3 Millionen in den Melbourne Park, Rekord. Tennis auf den vier größten, einander hochschaukelnden Bühnen boomt, die Einnahmen sprudeln – und genau das ist der Grund für einen speziellen Arbeitskampf, der nun publik wurde: Die Stars der Branche wollen mehr vom Kuchen.  Sie fühlen sich übergangen und übervorteilt. Sie sind sauer.

Zur SZ-Startseite

MeinungTennis
:Eine Spielervereinigung, die ein völlig neues Profisystem will? Die Tenniswelt wird immer hitziger.

SZ PlusKommentar von Gerald Kleffmann
Portrait undefined Gerald Kleffmann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: