Die Meldungen klingen seit Jahren gleich. Im April, wenn die French Open ihre Eintrittskarten anbieten, dauert es nur Minuten, schon heißt es im Internet: ab auf die virtuelle Warteliste. Der Andrang in Wimbledon ist kaum geringer, eher größer. Das reale Anstehen für Tickets haben sie bei dem Rasenklassiker sogar zur eigenen Königsdisziplin unter Fans erhoben. Die Queue, die Menschen in der Schlange, die darauf hoffen, sich auf die Anlage des All England Clubs quetschen zu dürfen, wird als Heiligtum betrachtet. Die US Open? Platzen aus allen Nähten. Die Australian Open? In diesem Jahr kamen 1,3 Millionen in den Melbourne Park, Rekord. Tennis auf den vier größten, einander hochschaukelnden Bühnen boomt, die Einnahmen sprudeln – und genau das ist der Grund für einen speziellen Arbeitskampf, der nun publik wurde: Die Stars der Branche wollen mehr vom Kuchen. Sie fühlen sich übergangen und übervorteilt. Sie sind sauer.
MeinungPreisgeld-Streit im TennisDer Arbeitskampf der Stars ist bizarr – und doch verständlich

Kommentar von Gerald Kleffmann
Lesezeit: 3 Min.

Aus nachvollziehbaren Gründen opponiert eine Gruppe von Spitzenspielern gegen die Preisgeldpolitik bei den French Open – es geht ihnen um Wertschätzung.
