Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) ist die Aufsichtsbehörde im Profitennis. Sie wurde 2008 von den maßgeblichen Institutionen dieses Sports gegründet: den vier Grand-Slam-Turnieren in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York sowie der Männertour (ATP), der Frauentour (WTA) und dem Internationalen Tennisverband (ITF). Bis 2020 hieß sie Tennis Integrity Unit. CEO ist die Engländerin Karen Moorhouse, die zuvor 14 Jahre bei der Rugby Football League in Großbritannien tätig war. Die Organisation mit Sitz in London passt auf, dass Spielerinnen und Spieler keine Anti-Doping- oder sonstige Wettbewerbsregeln brechen. Notfalls spricht die ITIA Strafen aus. So landete im vergangenen Jahr auch der Dopingfall des Weltranglistenersten Jannik Sinner aus Südtirol bei der ITIA: zwei positive Tests auf Clostebol. Am Ende einigte sich Sinner mit der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada auf eine Minisperre. Sinner war der prominenteste Fall – auffallend oft werden Vergehen allerdings von Profis aus den hinteren Bereichen der Weltranglisten begangen. Ein Blick in die Akten zeigt, was sich allein im Jahr 2025 im Tennis an Abgründen aufgetan hat. Und das ist nur eine Auswahl.
Doping, Spielmanipulation, KokainTennis, der befleckte Sport
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Vier Doppelfehler in Serie, da freut sich der Matchfixing-Ring: Die Liste der Verstöße von Tennisprofis ist lang – und manchmal öffnen sich kriminelle Abgründe, wie Urteile zeigen. Eine Auswahl.
Von Gerald Kleffmann

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