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Tennis:Deutschlands Davis-Cup-Team strauchelt

Gegen Großbritannien scheidet die DTB-Mannschaft im Viertelfinale aus. Die Bayern-Basketballer erleben eine bittere Pleite.

Tennis, Davis Cup: Das deutsche Davis-Cup-Team hat in Madrid den ersten Halbfinaleinzug seit zwölf Jahren verpasst. Die Mannschaft von Kapitän Michael Kohlmann musste sich am Freitagabend im Viertelfinale Großbritannien geschlagen geben, das in den beiden entscheidenden Einzeln ohne Starspieler Andy Murray (32) antrat. Philipp Kohlschreiber (Augsburg) hatte zum Auftakt gegen Kyle Edmund 3:6, 5:7 verloren. Das 6:7 (6:8), 6:3, 6:7 (2:7) von Jan-Lennard Struff (Warstein) gegen Daniel Evans besiegelte das deutsche Aus, die French-Open-Sieger Kevin Krawietz/Andreas Mies (Coburg/Köln) kamen im Doppel nicht mehr zum Einsatz. Die Briten kämpfen beim neuen Finalturnier am Samstag (nicht vor 17.30 Uhr/DAZN) entweder gegen Gastgeber Spanien um Rafael Nadal oder Argentinien um den Einzug ins Endspiel. Im anderen Halbfinale stehen sich zuvor (10.30 Uhr/beide DAZN) Russland und Kanada gegenüber. Im Vorjahr war Deutschland noch im alten Modus im Viertelfinale an Spanien gescheitert, das letzte Halbfinale mit deutscher Beteiligung datiert vom September 2007.

Basketball, Euroleague: Auch das Daumendrücken des Pensionärs Uli Hoeneß hat den Basketballern von Bayern München nicht zu einer Überraschung in der EuroLeague verholfen. Unter den Augen des langjährigen Präsidenten und seines Nachfolgers Herbert Hainer unterlagen die Bayern dem favorisierten griechischen Meister Panathinaikos Athen am Freitag 75:87 (35:36). Nach starkem Start brach die Bayern-Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic vor 6089 Zuschauern ein, das dritte Viertel verlor der ungeschlagene Bundesliga-Tabellenführer 4:19. Die Bayern stehen damit nach dem 85:82 gegen Olympiakos Piräus in der Vorwoche bei 4:6 Siegen und verlieren die Play-offs langsam aus dem Blick. Bester Münchner Werfer war Paul Zipser mit 23 Punkten. Nächster Bayern-Gegner im Europacup ist Anadolu Efes Istanbul am 29. November, zuvor geht es in der Bundesliga zum Mitteldeutschen BC (Sonntag) und gegen ratiopharm Ulm (Freitag).

Bundesliga, Strafe: Fußballprofi David Abraham und sein Klub Eintracht Frankfurt akzeptieren nun doch die verhängte Sperre von sieben Wochen. Dies teilten die Hessen am Freitag mit. "Das hat der Spieler nach Rücksprache mit Eintracht Frankfurt entschieden, um die Angelegenheit nunmehr zu einem Ende zu bringen", erklärte die Eintracht. Kapitän Abraham hatte in der Partie beim SC Freiburg am 10. November den gegnerischen Trainer Christian Streich umgestoßen.

Er war daraufhin in der Einzelrichter-Entscheidung des Sportgerichts für sieben Wochen suspendiert worden, die Entscheidung wurde in dieser Woche vom DFB-Sportgericht bestätigt. "Es ist ein klarer Fall des direkten Vorsatzes", begründete der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz das nunmehr bestätigte Urteil. Abrahams Koordinationsvermögen sei "ausgeprägt genug, um auch im hohen Tempo um den Trainer herumzulaufen. Das hat er nicht getan. Dann hat er ihn mit einem wie vielleicht im Eishockey üblichen Bodycheck abgeräumt." Neben der siebenwöchigen Sperre wurde der 33-Jährige auch mit einer Geldbuße von 25 000 Euro bestraft.

Turnen, Pauline Schäfer: Nationalturnerin Pauline Schäfer hat ihren geplanten Start beim Heim-Weltcup in Cottbus an diesem Wochenende kurzfristig abgesagt. Die 22-Jährige aus Chemnitz leidet unter Schulterproblemen, bestätigte der Deutsche Turner-Bund (DTB) am Freitag. Eigentlich sollte die Schwebebalken-Weltmeisterin von 2017 beim Turnier der Meister in der Lausitz-Arena am Boden turnen. Für Schäfer darf jetzt ihre 16 Jahre alte Teamkollegin Lisa Zimmermann ihre Übung in der Qualifikation präsentieren. Am Donnerstag hatte die Schülerin aus Chemnitz bereits als Achte ihr erstes Weltcup-Finale am Sprung (Samstag, 14.00 Uhr) erreicht.

Bundesliga, Strafe: Fußballprofi David Abraham und sein Klub Eintracht Frankfurt akzeptieren nun doch die verhängte Sperre von sieben Wochen. Dies teilten die Hessen am Freitag mit. "Das hat der Spieler nach Rücksprache mit Eintracht Frankfurt entschieden, um die Angelegenheit nunmehr zu einem Ende zu bringen", erklärte die Eintracht. Kapitän Abraham hatte in der Partie beim SC Freiburg am 10. November den gegnerischen Trainer Christian Streich umgestoßen.

Er war daraufhin in der Einzelrichter-Entscheidung des Sportgerichts für sieben Wochen suspendiert worden, die Entscheidung wurde in dieser Woche vom DFB-Sportgericht bestätigt. "Es ist ein klarer Fall des direkten Vorsatzes", begründete der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz das nunmehr bestätigte Urteil. Abrahams Koordinationsvermögen sei "ausgeprägt genug, um auch im hohen Tempo um den Trainer herumzulaufen. Das hat er nicht getan. Dann hat er ihn mit einem wie vielleicht im Eishockey üblichen Bodycheck abgeräumt." Neben der siebenwöchigen Sperre wurde der 33-Jährige auch mit einer Geldbuße von 25 000 Euro bestraft.

Boxen: Der US-Boxer Floyd Mayweather hat für kommendes Jahr ein Comeback angedeutet. "Kehre 2020 aus dem Ruhestand zurück", schrieb er in der Nacht zum Freitag auf Instagram und postete dazu ein Bild, das ihn in Boxhose und mit bandagierten Händen zeigt. Auf einem anderen Foto ist der 42-Jährige mit Dana White zu sehen, dem Präsidenten des Mixed-Martial-Arts-Veranstalters UFC. Beide arbeiteten wieder zusammen, um der Welt 2020 ein neues "spektakuläres Event" zu präsentieren, hieß es. Im Juni hatte der irische Käfigkämpfer Conor McGregor Mayweather zu einem Rückkampf aufgefordert. "Boxen ist großartig, ich hätte Spaß an einem weiteren Versuch!", schrieb er damals auf Twitter. Ob Mayweathers Botschaft aber damit zusammenhängt, ist nicht bekannt. Der heute 31-jährige Ex-UFC-Star McGregor hatte im August 2017 in Las Vegas gegen den US-Amerikaner gekämpft und in der zehnten Runde durch technischen K.o. verloren. Mayweather soll mit diesem Kampf Medienberichten zufolge knapp 200 Millionen Dollar verdient haben, McGregor 75 Millionen. Nach der Niederlage gegen Mayweather zog sich McGregor zurück, kehrte aber im Oktober 2018 für einen MMA-Kampf zurück. Mayweather gilt als einer der bestverdienenden Sportler der Welt. Der mehrfache Ex-Weltmeister hatte seine Karriere offiziell 2015 beendet. In seinen 50 Profi-Kämpfen blieb er ungeschlagen.

Fußball, Borussia Dortmund: Für BVB-Trainer Lucien Favre ist der aktuelle Tabellenstand mit deutlichem Rückstand auf Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach ein Muster ohne Wert. "Auf welchem Rang wir aktuell stehen, hat doch noch keine Aussagekraft. Wir schauen nach elf Spieltagen nicht auf die Tabelle", sagte der Coach von Borussia Dortmund in einem "Bild"-Interview (Freitag). "Wir müssen bis Weihnachten unser Bestes geben und punkten", forderte der Schweizer. "Wir alle wollen das Maximum! Aber es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen." Auch die anhaltenden Diskussionen um seine Person stören Favre nicht. "Das ist das Geschäft. Ich kann damit gut leben - und als Trainer in der heutigen Zeit musst du das auch können", sagte der Schweizer Fußballlehrer und versicherte: "Ich war auch nicht mit allen Ergebnissen in dieser Saison zufrieden - aber Angst um meinen Job hatte ich nie." Bleiben die Ergebnisse aus, "gibt es Diskussionen. Ich bin lange genug dabei, um das zu verstehen." Aus dem Kampf um den Titel will Favre kein Dauerthema machen. "Ich habe wie die Bosse auch gesagt, dass wir es versuchen wollen. Ich bin aber keiner, der das täglich ausspricht", betonte der 62-Jährige. Für ihn sei es keine Überraschung, "dass die Erwartungen in Dortmund hoch sind und das Umfeld nach so einem ersten Jahr anfängt, von mehr zu träumen. Nur vom Titel zu reden bringt uns aber keine Punkte", betonte Favre. "Wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren und gewinnen."

Zweite Bundesliga, Karsruher SC: KSC-Trainer Alois Schwartz hält die vollmundigen Aussagen seines Stuttgarter Kollegen Tim Walter vor dem Derby am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) für respektlos. Dass Walter einen Sieg des VfB ohne Gegentor versprochen hat, habe "mit Respekt nicht unbedingt viel zu tun", sagte Karlsruhes Coach Schwartz am Freitag. "Er hat uns kein Tor zugetraut, obwohl wir mehr geschossen haben als sie. Das ist ja schön für ihn. Ich gehe anders damit um. Ich habe Respekt vor jedem Gegner", sagte Schwartz. "Und wenn der Herr Walter das nicht hat, ist das seine Sache." Trotz vier Niederlagen aus den vergangenen fünf Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga hatte Stuttgarts Trainer Walter vor dem brisanten Duell der beiden Rivalen angekündigt: "Wir wissen, dass wir alles geben müssen. Wir werden dann auch die Tore erzielen und keines kassieren." Möglicherweise habe er das mit Blick auf den höheren Marktwert des VfB gesagt, meinte Schwartz. "Um zu zeigen, wie gut sie eigentlich sind, und wie schlecht wir sind. Ich denke, dass wir die Antwort auf dem Platz geben sollten."

Bundesliga Der Fluch der Samtpfötigkeit

Probleme bei Borussia Dortmund

Der Fluch der Samtpfötigkeit

Der BVB schließt einen sagenhaften Ausrüstervertrag ab, muss aber parallel das 0:4 in München bewältigen. Trainer Favre verordnet seiner Elf bis Weihnachten einen Durchmarsch.   Von Freddie Röckenhaus