Tennis:Und wieder nur Platz zwei

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Makellos: Jan-Lennard Struff gewann am finalen Bundesligaspieltag gegen Mannheim sein Einzel und auch das Doppel an der Seite von Philipp Kohlschreiber. (Foto: Claus Schunk)

Der TC Großhesselohe verpasst den Meistertitel bei den Männern denkbar knapp, daran ändert auch ein 6:0 gegen Mannheim im letzten Spiel nichts. Rosenheim verhindert den Abstieg.

Von Thomas Becker

Es ist die beste Platzierung seit 35 Jahren, und doch werden sie sich beim TC Großhesselohe ein wenig die Haare raufen, wenn sie an diesen unglückseligen 8. Juli zurückdenken. Drei von sechs Partien gingen gegen den am Ende auf Platz drei gelandeten TC Bredeney im Match-Tiebreak verloren - es sollte die einzige Niederlage in dieser Saison der Tennis-Bundesliga bleiben, allerdings die entscheidende. Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte ist Großhesselohe nun nach 1986 und 1987 Zweiter geworden, hinter Düsseldorf. Am letzten Bundesliga-Spieltag gelang auch ohne die ersten Sieben der Setzliste ein 6:0 beim TC Grün-Weiß Mannheim. Großhesselohes Bundesliga-Sportchef Bernard Eßmann sagte: "Wir haben nach Enttäuschungen in den ersten Saisonspielen zwar den ganz großen Wurf nicht geschafft. Aber wir freuen uns, dass wir uns im dritten Jahr in der Bundesliga nach dem Aufstieg noch einmal verbessern konnten."

Den Düsseldorfern reichte zum Saisonabschluss ein 4:2-Sieg beim Tabellenletzten Ludwigshafen, um zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den deutschen Meistertitel zu holen. Auch beim Gipfeltreffen der beiden stärksten Teams der Liga (bei Großhesselohe stehen acht Top 100-Spieler auf der Setzliste) war es sehr eng zugegangen: Vier der sechs Spiele endeten erst im dritten Satz, am Ende stand ein 3:3. Düsseldorf leistete sich nur noch ein weiteres Unentschieden und hatte somit schließlich knapp die Nase vorn.

"Die Chancen stehen gut, dass ich nächstes Jahr hoffentlich noch mal eine Hilfe sein kann", sagt Kohlschreiber

Zu den zuverlässigsten Punktelieferanten bei den Münchnern gehörte der frisch von der ATP-Tour emeritierte Oldie Philipp Kohlschreiber. Jetzt will der bald 39-Jährige den Schläger erst mal in die Ecke stellen, kann sich aber gut vorstellen, in der kommenden Saison wieder in der Bundesliga mitzumischen. "Ich freue mich, dass die Saison so gut gelaufen ist und ich so viel gewonnen habe", sagte Kohlschreiber, "die Chancen stehen gut, dass ich nächstes Jahr hoffentlich noch mal eine Hilfe sein kann."

Auch der zweite bayerische Bundesliga-Klub, der TSV 1860 Rosenheim, wird kommende Saison erstklassig spielen. Das in diesem Jahr durch viele Verletzungen gehandicapte Team um Top-Spieler Nikolos Basilashvili landete nach zwei Siegen, drei Remis und vier Niederlagen auf Platz acht. Durch die beiden finalen Unentschieden gegen Krefeld am Freitag und Neuss am Sonntag konnte Rosenheim die Absteiger Krefeld und Ludwigshafen auf Distanz halten. Wie eng es im Tabellenkeller zuging, veranschaulichte das allerletzte Doppel gegen Neuss, das Aljaz Bedene/Lorenzo Giustino erst mit 15:13 im Match-Tiebreak für sich entschieden.

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