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Australian Open:Zverev will von Ivan Lendls Expertise profitieren

Tennis Kerber muss die Puzzleteile zusammenfügen
Australian Open

Kerber muss die Puzzleteile zusammenfügen

Bei den Australian Open setzt Angelique Kerber auf einige neue Akzente. Dazu gehören der Trainer Rainer Schüttler - und ein härterer Aufschlag.   Von Barbara Klimke

Wie weit diese Konzentration auf die Wohlfühlaspekte des Sports seinem Coach Ivan Lendl, 58, zu verdanken ist, der seit einiger Zeit zum Trainerteam gehört, hat Zverev nicht verraten. Zweifellos aber hat der frühere Weltklassespieler, der schon dem Briten Andy Murray bei dessen Wimbledonsiegen 2013 und 2016 beistand, großen Anteil an Zverevs taktischen und technischen Verbesserungen. Lendls Expertise ist vor allem während der Turnierwochen erforderlich.

Das rigorose Fitnessregime, dem sich Zverev im Dezember zur Vorbereitung auf die elfmonatige Saison unterzog, hatten Vater Alexander und Konditionstrainer Jez Green, ein weiterer Betreuer aus Murrays altem Stab, in Monaco ohne den prominenten Coach überwacht. Nach der Anreise aus Perth, wo das Duo Alexander Zverev/Angelique Kerber zu Jahresbeginn beim Teamwettbewerb Hopman Cup auftrat, wurde in Melbourne täglich vier bis fünf Stunden trainiert. "Ich bin physisch dieses Jahr wieder auf einem anderen Level", glaubt der ATP-Weltmeister. Auch die leichte Blessur am Knöchel, die er bei einem Sturz auf dem Platz erlitt, hat ihn kaum gebremst: Das, sagte er, sei nicht viel mehr als ein blauer Fleck.

Zverev denkt an einen Auftritt bei Olympia mit Kerber

Tatsächlich wirkte Zverev aufgeräumt, fast heiter, als er zu seiner ersten Pressekonferenz erschien. Der jüngste Titel hat ihm anscheinend nicht nur Zuversicht, sondern auch Respekt im Kollegenkreis verschafft. Auch hat er neue Ziele für sich entdeckt, unter anderem das Olympia-Tennisturnier 2020 in Tokio, bei dem es ihn reizen könnte, gemeinsam mit Wimbledonsiegerin Kerber im Mixed-Wettbewerb anzutreten, wie er sagte.

Und wenn er sich künftig häufiger an den angenehmen Seiten seines Berufs freuen will, dann gibt es in Melbourne eine Menge zu entdecken: Wärme im Januar, ein Turnier mitten in der Stadt und einen Pizzaofen bei der Rod Laver Arena. "Happy Slam", so hat Roger Federer das australische Grand-Slam-Turnier einst getauft, ein Tennisprofi, der Genuss und Grundschläge schon lange problemlos kombinieren kann. Der Verdacht liegt nahe, dass das die richtige Einstellung sein könnte: Federer ist jetzt zum 20. Mal nach Melbourne gereist. Er hat am Yarra River sechsmal triumphiert.

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