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Tennis:Angelique Kerber erkämpft sich ersten Sieg bei WTA-Finals

WTA Tour Finals

6:4, 5:7 und 6:4 gewinnt die Wimbledonsiegerin Kerber gegen Naomi Osaka.

(Foto: REUTERS)

Sie schlägt dafür die US-Open-Gewinnerin Naomi Osaka in einer engen Partie. Felix Neureuther plagen vor dem Weltcupauftakt in Österreich noch Rückenschmerzen. Drei deutsche Eishockeyprofis brillieren in der NHL.

WTA-Finals, Angelique Kerber: Wimbledonsiegerin Angelique Kerber hat beim WTA-Finale in Singapur ihre Halbfinalchance gewahrt. Die topgesetzte Kielerin gewann ihr zweites Match in der Roten Gruppe gegen US-Open-Siegerin Naomi Osaka (Japan/Nr. 3) mit 6:4, 5:7, 6:4 und trifft zum Abschluss der Gruppenphase am Freitag auf French-Open-Finalistin Sloane Stephens (USA/Nr. 5). Kerber nimmt zum fünften Mal am Abschlussturnier der acht besten Spielerinnen der Saison teil, dreimal war sie in der Gruppenphase gescheitert, 2016 stand sie im Finale. Am Montag hatte die 30-Jährige ihr Auftaktmatch gegen die Niederländerin Kiki Bertens überraschend in drei Sätzen verloren. Das Turnier der besten acht Spielerinnen der Saison findet in diesem Jahr zum letzten Mal in Singapur statt, ehe es ab 2019 für zehn Jahre im chinesischen Shenzhen ausgetragen wird. Insgesamt gibt es sieben Millionen Dollar zu gewinnen, ab dem kommenden Jahr soll das Preisgeld auf 14 Millionen Dollar steigen. Letzte deutsche Siegerin war Steffi Graf vor 22 Jahren im Madison Square Garden in New York.

Ski alpin, Weltcup: Felix Neureuther ist zwar nominiert, doch ob Deutschlands bester Ski-Rennläufer zum Auftakt des WM-Winters auch an den Start gehen wird, ist noch ungewiss. Er werde "alles daran setzen", beim Weltcup-Riesenslalom am Sonntag (10.00/13.00 Uhr) in Sölden/Österreich dabeizusein, sagte der 34-Jährige: "Die Entscheidung, ob es Sinn macht, kann ich allerdings erst kurz vorher treffen." Nach einem Kreuzbandriss im vergangenen November hatte Neureuther zuletzt Trainingstage wegen seines schmerzenden Rückens verloren. "Mein Knie ist in Ordnung", versicherte er vor dem traditionellen Weltcup-Start auf dem Rettenbachferner. Bei den Frauen, die ihr Rennen am Samstag (10.00/13.00 Uhr) austragen, wird das Aufgebot angeführt von Viktoria Rebensburg (Kreuth). Die 29-Jährige hatte im vergangenen Winter den Weltcup im Riesenslalom gewonnen.

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Serge Gnabry hat fußballerisch gute Wochen hinter sich. Bei den beiden jüngsten Siegen der Münchner wirkte er von Beginn an mit. Das dürfte sich auch künftig nicht ändern - weil ihn der FC Bayern schlichtweg braucht.   Von Christopher Gerards

Eishockey, NHL: Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl konnte trotz seiner zwei Tore die nächste Niederlage der Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Profi-Liga NHL nicht verhindern. Die Kanadier unterlagen in eigener Halle gegen die Pittsburgh Penguins mit 5:6 (0:1, 3:3, 2:1, 0:1) nach Verlängerung. Der 22-jährige Draisaitl traf in der 22. und 45. Minute. Nationalmannschafts-Kollege Tobias Rieder verbuchte seinen ersten Scorer-Punkt im Trikot der Oilers. Der 25-jährige Landshuter gab die Torvorlage zum zwischenzeitliche 3:3 durch Alex Chiasson (36.). Den Siegtreffer in der Overtime erzielte Penguins-Kapitän Sidney Crosby. Dominik Kahun feierte mit den Chicago Blackhawks hingegen einen 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)-Heimerfolg gegen die Anaheim Ducks. Mit seinem fünften Assist der laufenden Spielzeit bereitete der 23-jährige Kahun das 1:0 durch Brandon Saad (6.) vor. Blackhawks-Profi Patrick Kane (48.) sorgte mit seinem Treffer zum 2:1 für die Vorentscheidung im Spiel.

Heike Drechsler, Stasi-Vorwürfe: Der Stasi-Forscher Helmut Müller-Enbergs hat die zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler von Stasi-Vorwürfen entlastet. "Frau Heike Drechsler war zu keinem Zeitpunkt (...) als IM 'Jump' beim MfS erfasst gewesen", sagte Müller-Enbergs nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks. Der Wissenschaftler hat im Auftrag der früheren Leichtathletin ein 31-seitiges Gutachten verfasst. Nach den Maßstäben des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beziehungsweise des Stasi-Unterlagen-Gesetzes sei Drechsler nicht als Inoffizielle Mitarbeiterin zu bewerten, sagte Müller-Enbergs. "Das Ergebnis bedeutet, dass ich recht hatte, dass ich nie IM gewesen bin. Dafür gibt es jetzt eine wissenschaftliche Grundlage", sagte Drechsler der Deutschen Presse-Agentur, nachdem sie die Aufarbeitung ihrer DDR-Vergangenheit in den vergangenen zwei Jahren selbst vorangetrieben hat. Öffentliche Anschuldigungen, sie habe der Stasi zugearbeitet und Kollegen bespitzelt, hat es immer wieder gegeben. Drechsler war einst ein Aushängeschild des DDR-Sports und Mitglied in der SED und Abgeordnete der Volkskammer.

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