bedeckt München 23°
vgwortpixel

SZ-Serie 50 Jahre Bundesliga:Warnung vor dem Hunde

50 Jahre Bundesliga/Hundebiss Friedel Rausch

Ein Bild für die Hunde-Ewigkeit: Rüde Rex beißt Friedel Rausch ins Gesäß. 

(Foto: Horstmueller)

Steinadler, Geißböcke und Rex, der Rüde: In der Geschichte der Bundesliga wimmelt es von Tieren aller Art. Am bösesten erwischte es einst Verteidiger Friedel Rausch, dem ein Hund herzhaft in den Hintern biss. Die Sportredaktion der SZ hat die besten Tier-Episoden aus 50 Jahren Liga-Geschichte ausgewählt. Jetzt können Sie abstimmen!

Wer 50 Jahre Bundesliga nach Tieren absucht, der findet Enten, Steinadler, Geißböcke und Wolfgang Wolf, aber sie haben alle keine Chance gegen diesen Hund. Das Foto, das den Schäferhund Rex beim herzhaften Biss ins Hinterteil des Schalker Linksverteidigers Friedel Rausch zeigt, ist mehrfach zum besten Sportfoto gekürt worden, "der Fotograf hat damit richtig Kohle verdient", sagt Rausch. Was Rex aber wirklich unschlagbar macht, ist dies: Er steht nicht nur für sich. Er ist nicht nur einfach ein bissiger Schäferhund in einer Bissiger-Schäferhund-Geschichte.

Was sich da am 6. September 1969 in der Dortmunder Rote-Erde-Kampfbahn beim Derby BVB gegen Schalke zutrug, ist eine Fabel im fast schon literarischen Sinne. Im Mittelpunkt einer Fabel stehen Tiere, denen menschliche Eigenschaften zugeordnet werden, es sind Tiere, die charakteristische Stereotype darstellen sollen.

Wofür Rex steht, ist ja klar: für einen anständigen Dortmund-Fan. (Eine Reportage zu Rex und Friedel Rausch finden Sie in der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung oder auf dem iPad und Windows 8)

Sehr kurzfristig schaffte es noch eine Biene in die Top 11 der Tiere: Vor dem Derby an diesem Samstag gegen Dortmund veröffentliche Schalke-Torwart Timo Hildebrand ein Bild auf seiner Facebook-Seite, in dem er die Biene Emma, das Maskottchen der Borussia, mit einer Fliegenklatsche jagt. Dafür flog Stefan Effenberg aus der Rangliste. Er ließ sich einst ein Tigergesicht auf seinen Hinterkopf malen.

Hier finden Sie die Rangliste der SZ. Hier können Sie auch abstimmen, ob sie Ihrer Meinung nach richtig zusammengestellt ist.

Serie zu 50 Jahre Bundesliga

Die Elf der wildesten Tiere

Rex gewinnt damit den zweiten Teil der SZ-Serie "11 mal 11", in der die Sportredaktion im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Fußball-Bundesliga ihre Ranglisten vorstellt. In der ersten Folge siegte der einstige Cottbuser Torwart Tomislav Piplica, der nach SZ-Meinung das "kurioseste Tor" erzielt hat; der Titel von Folge 3 lautet: "Elf vergessene Brasilianer".

Abgerundet wird das Angebot des SZ-Sports am Saisonende durch ein Bundesliga-Buch (Titel: "15:30"), das die amüsanten und die tragischen, die skandalösen und die schönsten Augenblicke aus einem halben Jahrhundert Bundesliga-Fußball präsentiert.