Christoph Kramer wurde über Nacht zu einem begehrten Spieler, der die ganze Wucht des Marktes zu spüren bekam. Zuletzt betonte Leverkusens Manager Rudi Völler, dass Kramer definitiv, wie verabredet, im Sommer 2015 zu Bayer zurückkehren werde. Kramer sorgte daraufhin mit der Aussage für Aufsehen, er wolle "nicht hin- und hergeschoben" werden - auch ausgeliehene Profis sollten selbst über ihre Zukunft entscheiden können. Auch der SSC Neapel war an einer Verpflichtung interessiert.
Kramer meint, dass er bei der WM "wohl nicht ganz so schlecht gespielt habe", aber auch, "dass es halt nur Menschen sind, die das Fußballgeschäft machen. Ein besserer Fußballer bin ich ja nicht geworden durch den WM-Titel".
Wohl aber einer, der seine nächsten Schritte mit Bedacht angehen wird. "Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich aufpassen muss, damit man mir nicht unterstellt, arrogant zu sein. Ich traue mich jetzt gar nicht mehr, ein Autogramm nicht zu geben - was ich vor zwei Monaten ohne Bedenken getan hätte." Die mediale Wahrnehmung ändere eben vieles, vom normalen Bundesligaspieler zum Weltmeister, dennoch wirke der "Goldrausch" weiterhin nach: "Was im Sommer passiert ist, das überschattet alles. Beziehungsweise: Es überschattet nichts, das ist das falsche Wort. Es übersonnt. Das ist das richtige Wort."
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