SZ-Formsache:Bloß keine Ballgymnastik

Dignity Day

Seit 2011 ist die Schwäbin Ursula Münch, 60, Direktorin der renommierten Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Dafür wurde die Politik-Professorin von der Universität der Bundeswehr München beurlaubt.

(Foto: Niels P. Joergensen)

"Huch": Kanzlerkandidatenkennerin und Parteienexpertin Ursula Münch fehlen nur beim Thema Fußball die Worte.

SZ: Sport ist ...

Ursula Münch: Phasenweise überlebenswichtig. Laufen hat mir beim Schreiben der Habilitationsschrift sehr geholfen.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Besser als vor zwei Jahren: Corona-Wanderungen durch Oberbayern machen es möglich.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Dank schwäbischer Sozialisation ist Einkehr nach vorhergehender Leistung das Beste.

Sportunterricht war für Sie?

Leider auch peinliche Ballgymnastik. Zuletzt erinnert bei einem Vortrag in meiner alten Schule zur Studienwahl - ausgerechnet in der Turnhalle.

Ihr persönlicher Rekord?

Meinen Mann bei seinem Berlin-Marathon erfolgreich zu überzeugen, dass man acht Kilometer vor dem Ziel nicht aufgibt, nicht einmal mit blutigen Zehen.

Stadionbesucher oder Fernsehsportler?

Stadion: Da kann man wenigstens den anderen Zuschauern beim Zuschauen zusehen.

Bayern oder Sechzig?

Am BR-Sonntags-Stammtisch gibt es nur ein Thema, bei dem ich freiwillig meinen Mund halte: Fußball.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Als in Jugendzeiten begeisterte Tennisspielerin immer noch Steffi Graf.

Ein prägendes Erlebnis?

Eine Sportlehrerin im dunkelgrünen Badeanzug, die im Göppinger Hallenbad immer "huch" rief, wenn sie einen Wasserspritzer abbekam.

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Dauerinterviews über Kanzlerkandidaten, die irgendwann niemand mehr hören mag.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Noch einmal Steffi Graf: skandalfrei, zum richtigen Zeitpunkt den Ausstieg gefunden und immer noch glücklich verheiratet.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.

© SZ/sewi
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