System Fifa:Wer Blatter hilft, wer Blatter jagt

Im Weltfußballverband ist nach dem Schlag der US-Ermittler nichts mehr wie vorher. Ein Überblick über die Protagonisten im empfindlich getroffenen Fifa-System.

Von Dominik Fürst, Lisa Sonnabend und Steffen Kühne

Die Fifa erlebt in Zürich einen ihrer schwärzesten Tage. Sieben Spitzenfunktionäre aus Mittel- und Südamerika werden im Fünf-Sterne-Hotel "Baur au Lac" festgenommen. Insgesamt 14 Personen werden angeklagt, auch Firmenmanager sind involviert. Sie sollen an die USA ausgeliefert werden. Dort wird ihnen Korruption, Betrug und die Annahme von mehr als 150 Millionen Dollar Bestechungsgeld vorgeworfen.

Seit 1998 ist Sepp Blatter Fifa-Präsident, davor war er 17 Jahre lang Generalsekretär. Die Vorfälle in Zürich belegen, dass in seiner Ära kriminelle Machenschaften gut gedeihen. Doch der Weltverband tut, als habe er mit alledem nichts zu tun - er will beim Fifa-Kongress nun einfach zur Tagesordnung übergehen. Darauf ist am Freitag unter Punkt 17 nach wie vor vorgesehen: "Wahl des Präsidenten". Doch seit diesem Mittwoch ist im Weltfußball nichts mehr wie vorher.

Die US-Ermittler wollen sich nach ihrem Schlag in Zürich nicht zufrieden geben, sie werden weiterforschen. Es drängen sich Fragen auf: Wie viel wusste der Fifa-Boss? Kommen weitere Details ans Licht? Werden die Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar stattfinden? Welches Fifa-Mitglied wird als Nächstes festgenommen? Die Grafik gibt einen Überblick über den Stand der Dinge und die Protagonisten im empfindlich getroffenen Fifa-System.

© Süddeutsche.de
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