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Suspendierung von Jermaine Jones:"Operation? Nein, Schalke ist im Moment wichtiger"

Jermaine Jones

Suspendiert: Jermaine Jones

(Foto: dpa)

Jermaine Jones sorgt beim FC Schalke 04 für Verwirrung: Nach seiner Suspendierung kündigte er an, sich am Meniskus operieren zu lassen. Doch nun macht der US-Nationalspieler einen Rückzieher - und will sich doch nicht unters Messer begeben.

Mittelfeldspieler Jermaine Jones vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 will sich nach seiner Suspendierung anscheinend doch nicht operieren lassen. "Bin auf dem Weg zum Training! Operation? Nein. Schalke 04 ist gerade wichtiger", schrieb Jones am Montagmorgen auf seinem Twitter-Account.

Nach dem 3:3 bei 1899 Hoffenheim und seiner darauf folgenden Suspendierung für das Champions-League-Spiel beim FC Basel am Dienstag durch die Klubführung hatte der US-Nationalspieler noch angekündigt, sich einem Eingriff zu unterziehen. "Es stimmt, dass mich der Verein aus dem Kader genommen hat. Diese Gelegenheit nutze ich, meinen Meniskus glätten zu lassen. Unabhängig von der Vereins-Entscheidung wäre eine Operation aufgrund der anhaltenden Schmerzen unumgänglich gewesen", war der defensive Mittelfeldspieler bei Sport Bild zitiert worden.

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Nun die Wende über Nacht. "Er hat getwittert, dass er sich doch nicht operieren lassen will, deswegen gehen wir davon aus, dass er am Donnerstag wieder zum Training kommt", sagte Sportdirektor Horst Heldt vor dem Abflug nach Basel.

Jones' Vertrag läuft Ende der Saison aus. Auch wegen der jüngsten Vorkommnisse scheint ausgeschlossen, dass er verlängert wird. Der 31-jährige Jones hatte in Hoffenheim schlecht gespielt und mit einer fahrlässigen Aktion beinahe noch ein 3:4 verursacht.

Seine Ankündigung, sich operieren zu lassen, war angeblich auch in der Schalker Führungsetage als Affront aufgefasst worden. Heldt hatte Jones unmittelbar nach dem Spiel in Hoffenheim, in dem Schalke nach einer 3:1-Führung zur Pause schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, indirekt harsch kritisiert, als er nach der Zukunft von Trainer Jens Keller gefragt wurde: "Was soll ich ihm (Keller, d. Red.) für einen Vorwurf machen? Er ist nicht Bestandteil unserer Überlegungen. Es steht in keinem Lehrbuch und es ist auch nicht Bestandteil unseres Trainingsprogramms, als letzter Mann ein Solo anzusetzen." Zudem kündigte er personelle Konsequnzen an, einen Tag später wurde Jones suspendiert.