UefaSuperliga: Real fordert offenbar Milliardensumme an Schadenersatz

Lesezeit: 2 Min.

4,5 bis 4,7 Milliarden Euro? Einem Bericht zufolge will Real Madrid diese Summe von der Uefa erstreiten.
4,5 bis 4,7 Milliarden Euro? Einem Bericht zufolge will Real Madrid diese Summe von der Uefa erstreiten. (Foto: Thomas Coex/AFP)
  • Real Madrid und A22 verklagen die Uefa auf Schadenersatz, nachdem spanische und europäische Gerichte der Uefa Missbrauch ihrer marktbeherrschenden Position vorwarfen.
  • Real Madrid fordert laut Medienberichten 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz, weil die Uefa 2021 die Superliga blockiert hatte.
  • A22 fordert die Uefa in einem Brief auf, die neue "Unify League" innerhalb von acht Wochen formal anzuerkennen.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

2021 gründen zwölf Topteams eine Superliga. Die Uefa ist empört und droht mit Sperren, Fans und Politik protestieren. Dann urteilen Gerichte gegen den Europa-Verband. Das könnte nun teuer werden.

Im Ringen um eine neue Superliga in Europa wird die Uefa auf Schadenersatz in Millionen- oder gar Milliardenhöhe verklagt. Der spanische Rekordmeister Real Madrid und der Sportprojektentwickler A22, der eine Liga kontinentaler Spitzenteams aufbauen soll, leiteten nach eigenen Angaben rechtliche Schritte gegen die Europäische Fußball-Union ein.Hintergrund ist das Urteil eines spanischen Berufungsgerichts von Ende Oktober, wonach die Uefa ihre marktbeherrschende Position missbrauche und den freien Wettbewerb verhindere. Der Europäische Gerichtshofs EuGH hatte in der Causa schon im Dezember 2023 ähnlich gegen die Uefa entschieden.

A22 teilte nun mit, mit dem Kontinentalverband zwischen März und September über Kompromisse und eine Kooperation verhandelt zu haben. Eine Einigung sei trotz Zugeständnissen nicht zustande gekommen. „Aus diesem Grund ist der einzig mögliche Schritt, eine Kompensation für die Schäden zu fordern,die durch das anhaltende rechtswidrige Verhalten der Uefa entstanden sind“, hieß es in einer Mitteilung. Es werde ein Streitbeilegungsverfahren (MASC) in Madrid eingeleitet, das laut spanischem Recht vor einer Klage kommen müsse.

Fußball
:In Neapel ist Maradona nicht tot

Vor fünf Jahren starb der Ausnahmefußballer. Aber in Neapel lebt er weiter: auf Hauswänden und Kühlschrankmagneten, als Retter, Inspiration und gutes Geschäft. Er hat sogar – ausgerechnet er! – die Drogendealer vertrieben. Eine moderne Heiligengeschichte.

SZ PlusVon Javier Cáceres

Die Uefa äußerte sich zunächst nicht zu den neuesten Entwicklungen in der Causa. Um welche Schadenersatzsumme es bei A22 geht, das präzisierte die Firma um den deutschen Geschäftsführer Bernd Reichart nicht.

Real Madrid fordert laut Bericht 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro

Finanziell härter treffen könnte die Uefa ohnehin das Vorgehen von Real Madrid: Vereinspräsident Florentino Pérez hatte am Sonntagabend bei einer Mitgliederversammlung ebenfalls die rechtlichen Schritte gegen die Uefa angekündigt. Real ist der Verein, der am härtesten für die Superliga kämpft. Laut einem Bericht der „Financial Times“ wollten die Madrilenen auf Schadenersatz von 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro klagen. Dem Klub – der die Zahl bislang nicht offiziell bestätigt hat – seien Verluste in dieser Höhe entstanden, weil die Uefa 2021 die Superliga blockiert hatte, hieß es.

Damals hatten zwölf Teams eine Revolution gewagt und die Super League gegründet – Bundesligisten waren nicht dabei. Nach einem Aufschrei von Fans, Ligen und Politik sowie Drohungen der Uefa, die Teilnehmerteams oder deren Spieler für internationale Turniere zu sperren, zogen sich fast alle Vereine wieder zurück. Wie aus dem Umfeld von A22 zu hören ist, sind die Organisatoren aber weiter mit allen Teams im Dialog, falls sich die Lage ändert.

Inzwischen laufen die Pläne unter dem Namen Unify League. In einem Brief vom vorigen Freitag an Uefa-Generalsekretär Theodore Theodoridis, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert A22 den europäischen Verband auf, innerhalb von maximal acht Wochen die neue Liga formal anzuerkennen.

Die Macher wollen einen Wettbewerb, in dem es unter anderem regelmäßige Duelle zwischen Topteams gibt und der von Fans auf einer einzigen Plattform („Unify“) zu sehen ist. Nach A22-Angaben sei dies billiger für Fans im Vergleich zu mehreren Bezahl-Abos, die derzeit für die Champions League nötig sind.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Fußball im Alter
:„Es gibt gute Gründe, möglichst lange Fußball zu spielen“

Fußball kann man in jedem Alter spielen. Sportwissenschaftler Oliver Faude erklärt, warum das gesund ist, wie man verletzungsfrei bleibt – und was jenseits der 40 gegen Muskelkater hilft.

SZ PlusInterview von Sebastian Fischer

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: