Fußball-SupercupDie Bayern gewinnen auch den ersten Titel der neuen Saison

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Am Ende in jeder Hinsicht überlegen: Glodis Perla Viggosdottir (rechts) und die Frauen des FC Bayern setzen sich im Supercup gegen Anny Kerim-Lindlands VfL Wolfsburg durch.
Am Ende in jeder Hinsicht überlegen: Glodis Perla Viggosdottir (rechts) und die Frauen des FC Bayern setzen sich im Supercup gegen Anny Kerim-Lindlands VfL Wolfsburg durch.
Jasmin Walter/Getty Images

Der VfL Wolfsburg startet schwungvoll in das Duell gegen Meister FC Bayern. Doch dann gerät die Torhüterin mit einem kuriosen Eigentor in den Fokus. Am Ende steht ein 3:0 für die Favoritinnen.

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Die Fußballerinnen des FC Bayern haben zum dritten Mal nacheinander den Supercup gegen den VfL Wolfsburg gewonnen – mit unfreiwilliger Mithilfe der gegnerischen Torhüterin. Beim 3:0 (2:0)-Sieg des Double-Gewinners in Ingolstadt gegen den Meisterschaftszweiten sah die 25-jährige Stina Johannes bei den beiden ersten Toren ganz schlecht aus.

Nach einem Kopfball von Jovana Damnjanovic (32. Minute) verbuchte Johannes ein kurioses Eigentor nach Videobeweis. Beim Freistoßtreffer von Klara Bühl (45.+4) patzte die VfL-Torhüterin ebenfalls. Vor nur 8689 Zuschauern machte Nationalstürmerin Klara Bühl mit dem 3:0 keine Minute nach Wiederanpfiff alles klar für die Favoritinnen.

Giulia Gwinn steht bei den Münchnerinnen noch nicht im Kader

Zwei Wochen vor dem Start der Bundesliga saßen bei den Bayern die verletzten Nationalspielerinnen Giulia Gwinn, Lena Oberdorf und Franziska Kett draußen. Das galt auch für Nationalstürmerin Giovanna Hoffmann, die nach ihrem Wechsel von RB Leipzig zu Wolfsburg noch ihren Kreuzbandriss auskuriert. Die erst am Donnerstag verpflichtete einstige Frankfurterin Lara Prasnikar (zuletzt Utah Royals FC/USA) kam nach einer guten Stunde, als alles gelaufen war. Chelsea-Leihgabe Mara Alber fehlte noch im VfL-Kader.

Erstmals seit vielen Jahren spielten die Wolfsburgerinnen ohne die zu Borussia Dortmund gewechselte Alexandra Popp um einen Titel. Trainer Stephan Lerch hatte die Bayern zum klaren Favoriten erklärt. Nach zuletzt vier Meisterschaftstriumphen, zwei DFB-Pokalsiegen und zwei Supercup-Erfolgen der Bayern-Frauen in Serie waren die Rollen klar verteilt.

Wolfsburgs Cora Zicai ärgert die Münchnerinnen immer wieder

Doch die VfL-Frauen zeigten schon in den Anfangsminuten, wo der Gegner verwundbar ist. Linksaußen Cora Zicai tankte sich mehrfach durch, und die rechte Außenbahn beackerte die inzwischen 35 Jahre alte Kapitänin Svenja Huth hartnäckig.

Vor den Augen von Bundestrainer Christian Wück agierte der FC Bayern im Spielaufbau zunächst zu ungenau. Die Offensive mit Linda Dallmann, Klara Bühl, Pernille Harder und Jovana Damnjanovic rannte sich immer wieder fest – bekam dann aber unverhofft Unterstützung: Die fünffache Nationalspielerin Stina Johannes fing zwar einen Kopfball von Damnjanovic, prallte aber gegen Pfosten und stand dann mit dem Ball plötzlich hinter der Linie, wie die Torlinientechnologie ermittelte.

Bei Bühls Freistoß ging der Ball an allem im Strafraum vorbei – auch an Johannes, die zu spät reagierte. So brachte sich Wolfsburg um eine gute Anfangsphase und praktisch auch um den Titel. Im zweiten Durchgang zeigten sich die Bayern dann spielerisch und körperlich überlegen. Nun war es Wolfsburgs Torhüterin Johannes, die eine noch höhere Niederlage verhinderte.

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