Bundesliga:Korkut holt ein 2:2 in Stuttgart

Lesezeit: 2 min

VfB Stuttgart - Hertha BSC

Herthas Trainer Tayfun Korkut an der Seitenlinie bei der Partie gegen den VfB Stuttgart.

(Foto: Tom Weller/dpa)

Hertha BSC liegt beim Debüt des neuen Trainers lange in Rückstand und schafft dank eines Doppelpacks von Jovetic doch noch den Ausgleich. Der VfB ist bedient.

Mit einem Doppelpack hat Stevan Jovetic die Trainer-Premiere von Tayfun Korkut bei Hertha BSC gerettet. Der 32-Jährige sicherte den Berlinern am Sonntag mit seinen beiden Treffern beim 2:2 (1:2) noch einen Punkt beim VfB Stuttgart. Omar Marmoush (15. Minute) und Philipp Förster (19.) hatten Korkuts Ex-Klub früh in Führung gebracht, doch Jovetic (40./76.) schlug noch in der ersten Halbzeit zurück und legte später nach. Die abstiegsgefährdeten Berliner bleiben sechs Tage nach dem Rauswurf von Pal Dardai auch im fünften Ligaspiel nacheinander sieglos, konnten in der Tabelle aber als 14. zumindest den VfB auf Distanz halten. Korkut ballte erleichtert die Faust, als der Schlusspfiff ertönte und verteilte "ein großes Kompliment" an seine Mannschaft, "vor allem dafür, wie sie nach dem 0:2-Rückstand weitergespielt hat".

Die Stuttgarter, nach dem jüngsten 2:1-Sieg gegen Mainz 05 mit frischem Selbstvertrauen ausgestattet, hatten furios beginnen, schon nach 19 Minuten stand es 2:0 für die Gastgeber, die vor allem durch ihr schnelles Umschaltspiel überzeugen konnten. So führte ein Konter im eigenen Stadion nach einer Viertelstunde zur Führung, als die Hertha-Defensive zu weit aufgerückt war und sich von nur einem einzigen Pass überrumpeln ließ: Ein Ball von Waldemar Anton, der trotz Oberschenkelproblemen von Anfang an auflief, landete beim davoneilenden Marmoush, der wiederum Dedryck Boyata abschüttelte und allein vor Keeper Alexander Schwolow die Nerven behielt.

Marmoush hätte sogar noch erhöhen können

Die Freude im VfB-Lager wurde trotz coronabedingter Kulisse von nur 395 Zuschauern noch größer, als Förster kurz darauf die Führung ausbaute. Unbehelligt bewegte sich der Mittelfeldprofi aufs Hertha-Tor zu, zog aus 18 Metern zentraler Position ab - und traf. Marmoush hätte drei Minuten später gar noch das 3:0 folgen lassen müssen, als er aus zwölf Metern freistehend zum Abschluss kam. Diesmal war Schwolow jedoch auf dem Posten und blieb im Eins-gegen-eins-Duell der Sieger.

05.12.2021, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin emspor, v.l. Omar Marmoush (VfB Stuttgart),

Stuttgarts Führungstor: VfB-Angreifer Omar Marmoush (links) setzt sich gegen Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata durch und erzielt das 1:0.

(Foto: Jan Huebner/imago)

Die Herthaner schienen kurz beeindruckt, schöpften durch eine gekonnte Einzelaktion von Ishak Belfodil aber neue Hoffnung. Der 29-Jährige zirkelte den Ball nach 34 Minuten von links ins lange Eck - und hatte Pech, dass Vladimir Darida Torwart Florian Müller beim Schuss aus einer Abseitsposition heraus die Sicht genommen hatte. Referee Benjamin Brand gab den Treffer zunächst - und ließ sich dann bei Ansicht der Fernsehbilder umstimmen. Ganz zum Ärger von Korkut, der über die strittige Szene mit dem Vierten Offiziellen an der Seitenlinie wild gestikulierend diskutierte.

Der Fast-Treffer von Belfodil bewirkte bei den Gästen dennoch eine Art Hallo-wach-Effekt. Sechs Minuten später war der Anschlusstreffer dann besiegelt: Diesmal profitierte Jovetic von einer zu inkonsequenten VfB-Verteidigung, konnte unbedrängt Meter machen und präzise einnetzen. Nach der Pause wurde die Hertha mutiger. Kleinere Gelegenheiten unter anderem durch Darida (54.) und Maolida (56.) blieben ebenso wie ein satter Freistoß von Jovetic (73.), den Müller stark parierte, ungenutzt. Doch kurz darauf war der Montenegriner auch vom VfB-Keeper nicht mehr zu stoppen. Marvin Plattenhardts Flanke ließ Belfodil für Jovetic abtropfen - der drückte den Ball über die Linie. Auf der Gegenseite hatten die Gäste Glück, dass Marmoushs Treffer (66.) - erzielt aus hauchdünner Abseitsposition - nicht gegeben wurde.

"Wenn wir hier drei Punkte geholt hätten, wäre es aufgrund der zweiten Hälfte nicht unverdient gewesen", sagte Korkut, "aber wir können erstmal zufrieden sein. Jetzt geht es darum, dass wir die nächsten Schritte gehen".

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