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Streit um Super League:Bann gegen Separatisten

FC Barcelona v Atletico de Madrid - La Liga Santander

Zum Zuschauen verurteilt? Dem FC Barcelona und Lionel Messi droht eine zweijährige Champions-League-Sperre.

(Foto: David Ramos/Getty Images)

Medienberichten zufolge sollen Real, Barcelona und Juventus von den nächsten beiden Champions-League-Spielzeiten ausgeschlossen werden

Im Streit um die gescheiterte Gründung einer Super-League bleiben die Fronten zwischen der europäischen Fußballunion Uefa und den verbliebenen Separatisten verhärtet. Wie der US-Sender ESPN und der spanische Radiosender Cope berichten, erwägt die Uefa, einen zeitlich befristeten Bann gegen Real Madrid, den FC Barcelona und Juventus Turin auszusprechen.

Die drei verbliebenen Super-League-Gründungsmitglieder sollen laut Cope für die Dauer von zwei Spielzeiten auch dann "nicht zur Champions League eingeladen werden", wenn sie sich sportlich qualifizieren sollten. Die Entscheidung solle nach dem diesjährigen Champions-League-Finale kommuniziert werden. Das "rein englische" Endspiel zwischen Manchester City und dem FC Chelsea soll am 29. Mai in Istanbul stattfinden. Allerdings wirbt Englands Regierung unter Verweis auf die horrenden Corona-Infektionszahlen in der Türkei massiv um eine Verlegung nach London. Im Sunday Telegraph hieß es, die Chancen auf eine Verlegung stünden "fifty-fifty".

Ein Argument ist pandemiefern und ideell: Die englischen Fans trugen mit ihren Protesten erheblich dazu bei, dass das Super-League-Projekt von Real Madrids Präsident Florentino Pérez in nur 48 Stunden in sich zusammenfiel. Pérez sind nur noch zwei Alliierte verblieben: der FC Barcelona (der am Samstag seine Titeloptionen in Spanien durch ein 0:0 gegen Atlético vielleicht endgültig kompromittierte), und Juventus Turin.

Die drei Separatisten veröffentlichten am Samstag, sprich 24 Stunden nach der "Begnadigung" der zwölf reuigen Super-League-Gründer, ein gemeinsames Kommuniqué. Darin hieß es unter anderem, dass die abtrünnigen Klubs "von dritter Seite in inakzeptabler Weise unter Druck gesetzt, bedroht und beleidigt" worden seien, "damit sie das Projekt aufgeben und somit von ihrem Recht und ihrer Pflicht absehen, Lösungen für das Ökosystem Fußball durch konkrete Vorschläge und einen konstruktiven Dialog zu finden".

© SZ/jc/sjo
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