Stimmen zur Champions League:"Mit Spitzenfußball hatte das nichs zu tun"

FC Schalke 04 - FC Basel

"Das zweite Tor war die Krönung": Murat Yakin

(Foto: dpa)

Basels Trainer Murat Yakin beschwert sich über das Abseits-Tor von Schalkes Joel Matip, der Torschütze selbst ist überrascht. BVB-Trainer Jürgen Klopp erlaubt seinem Siegtorschützen Kevin Großkreutz ein Kaltgetränk an der Hotelbar.

Die Stimmen zur Champions League

Schalke 04 - FC Basel 2:0 (0:0)

Joel Matip (Torschütze zum umstrittenen 2:0): "Ich habe mit einem Auge zum Linienrichter geguckt, der hat nicht reagiert. Ich war selbst überrascht."

Murat Yakin (Trainer FC Basel): "Mit Spitzenfussball hatte das nichts zu tun, wenn man das übersieht. Nach dem Platzverweis von Ivanov wollten wir noch positiv bleiben. Das zweite Gegentor war dann die Krönung."

Fabian Schär, (Verteidiger FC Basel): "Wir wollten unbedingt in den Achtelfinale. Es ist bitter, dass uns das nicht gelungen ist. Uns wurde die Chance genommen, das benötigte Unentschieden zu erreichen. Der Schiedsrichter hat das Spiel verpfiffen."

Jens Keller (Trainer Schalke 04): "Das kann keiner nachvollziehen, was für ein Druck auf der Mannschaft und mir gelastet hat. Die Freude ist groß, so ein Spiel zu gewinnen. Es hat uns ja keiner zugetraut. Das wir die K.o.-Phase erreicht haben ist enorm wichtig, auch finanziell. Schalke ist ein toller Verein, aber auch ein bisschen hektisch."

Julian Draxler (Torschütze zum 1:0): "Der ganze Verein war elektrisiert. Jeder wusste, worum es geht. Das hat man auf dem Platz gesehen, dass wir einfach gieriger waren, das Spiel zu gewinnen. Der Trainer hat uns eingestellt wie immer. Aber er hat auch ganz klar gesagt, dass es nicht um Einzelschicksale geht, nicht um ihn, nicht um einen einzelnen Spieler, sondern um den ganzen Verein. Und da waren wir alle in der Pflicht, den Verein heute möglichst gut repräsentieren."

Benedikt Höwedes (Kapitän): "Im Achtelfinale warten natürlich nur große Namen auf uns. Aber das ist die Champions League. Wir freuen uns riesig darauf, dass wir uns mit solchen Mannschaften messen können. Das macht den Reiz dieses Wettbewerbs aus. Wir freuen uns auf den nächsten Gegner, egal wer es wird. Es werden tolle Spiele und tolle Erlebnisse."

"Das ist schon der Wahnsinn, dass es wieder einmal alle deutschen Mannschaften ins Achtelfinale geschafft haben - und das auch verdient. Das ist toll und das zeigt die Qualität, die wir in Deutschland haben. Das steigert auch unser Ansehen in ganz Europa."

Olympique Marseille - Borussia Dortmund 1:2 (1:1)

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben alles richtig gemacht und am Ende doch so viel falsch. Wir haben so viele Chancen nicht genutzt, zweimal auf der Torlinie am Ball vorbeigeschossen. Es ist jetzt ein großartiges Gefühl. Es ist in der Pause das ein oder andere harte Wort gefallen, aber es ging nur darum, die Mannschaft anzutreiben."

"Kevin Großkreutz darf heute Abend gerne ein Bierchen trinken. Er ist ein super Junge, hat in diesem Spiel alles richtig gemacht und das entscheidende Tor geschossen. Das war ein sehr schöner Abend, den wir sehr gerne mitnehmen."

Sebastian Kehl (Kapitän): "Es war heute sehr, sehr spannend. Wir kannten den Spielstand aus Neapel und wussten, dass wir gewinnen mussten. Es war nicht einfach, weil Marseille sehr kompakt gespielt hat. Wir hatten viele gute Chancen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden."

"Man darf die Stärke der Gruppe nicht vergessen, alle drei Mannschaften mit zwölf Punkten hätten es verdient gehabt, ins Achtelfinale einzuziehen. Jetzt sind wir sogar Erster geworden, darüber sind wir überglücklich."

Kevin Großkreutz (Siegtorschütze): "Das ist ein geniales Gefühl: Ich habe endlich mal wieder getroffen, dann ist es auch noch so ein wichtiges Tor. Ich bin überglücklich. Wir haben vorher leider viele Chancen liegen lassen und es dadurch sehr spannend gemacht. Mit unseren Fans nach dem Spiel zu feiern ist eine der besten Belohnungen für so einen Sieg. Unsere Fans sind positiv bekloppt, ich genieße das immer wieder, es ist ein unglaubliches Gefühl. Das Tor habe ich so erlebt: Julian Schieber legt ihn mir perfekt auf, ich rutsche dann weg, und treffe den Ball nicht voll. Er geht dann aber zu Glück perfekt rein. Die ganze Mannschaft und alle Fans die da waren haben sich diesen Sieg verdient. Wir hatten viele Chancen, aber man muss immer daran glauben, dass man es schafft. Zur Feier des Tages gebe ich der Mannschaft heute gerne einen an der Hotelbar aus."

Michael Zorc (Sportdirektor): "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir den Ball lange nicht über die Linie bekommen haben. Am Ende ist der Sieg natürlich hoch verdient. Wir hatten Chancen für zwei bis drei Spiele. Nun sind wir sogar als Gruppensieger weiter, das ist ein überragendes Ergebnis. Auch das alle vier deutschen Mannschaften im Achtelfinale stehen, ist großartig.

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer): "Zur Europa-League-Auslosung wäre ich nicht gefahren."

© SZ.de/sid/fued
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