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Stimmen zum Bayern-Aus:"Wir sind nicht nur in diesem Spiel gescheitert"

Paris Saint-Germain v FC Bayern Munich  - UEFA Champions League Quarter Final 3: Leg Two

Nach dem Spiel klatschen sich Keylor Navas und Manuel Neuer ab.

(Foto: Matthias Hangst/Getty Images)

Die Bayern hadern mit dem Hinspiel, Hansi Flick spricht über seine Zukunft und Neymar will den Pokal. Die Stimmen zum Spiel.

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München)

... zum Spiel: "Wir sind ausgeschieden, weil wir im Hinspiel einfach zu wenig Tore erzielt haben. Das dritte Tor war zu viel. Aber letztendlich muss man sagen, dass wir auf beide Spiele gesehen, die bessere Mannschaft gewesen sind. Man hat auch gesehen, was für eine Qualität die Mannschaft von Paris hat. Ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen, auch wenn wir uns davon nichts kaufen können. Sie war sehr konzentriert und hat alles versucht. Wir haben auch das Pech, dass wir den ein oder anderen verletzten Spieler haben oder der durch Corona ausfällt. Wir müssen es so akzeptieren und von daher kann man nur als fairer Verlierer den Parisern gratulieren."

... über seine Zukunft: "Ich habe mit Oliver Kahn bisher noch keinen Termin. Ich denke, wenn er mit mir sprechen möchte, wird er es mir rechtzeitig sagen und ich habe dann Zeit. Ich habe nie etwas anderes zu verkünden gehabt und deshalb gibt es auch da, was die Antworten auf bestimmte Fragen betrifft, auch keine Notwendigkeit, etwas anderes zu sagen. Deshalb muss man auch respektieren, wenn ein Trainer keine Lust dazu hat, darüber zu sprechen. Die Dinge sind letztendlich klar, denn ich habe einen Vertrag bei Bayern München. Man macht sich immer Gedanken, was passiert und wie es weiter geht. Es geht für jeden im Verein darum, wie man den Verein und die Mannschaft weiterentwickeln kann und das ist ein ganz normaler Prozess. Das sind Dinge, die mir sehr wichtig sind.

Für mich ist ein Erfolg ein ständiger Prozess. Wir haben mit den sechs Titeln auch einen Maßstab gesetzt und das müssen wir auch weiter machen. Die Spieler wollen Erfolge haben, denn das ist völlig normal. Deshalb gibt es auch immer wieder für mich die Situation, alles immer wieder neu zu bewerten und neue Herausforderungen zu stellen. Da habe auch ich meine Vorstellungen, das ist auch normal. Egal was ich machen werde, meine Familie steht immer hinter mir und würde mich immer unterstützen. Ob ich jetzt vielleicht beim DFB bin und einen anderen Rhythmus hätte, wäre es ihnen völlig egal. Entscheidend ist für sie, dass der Job mir Spaß macht und das ist das, was sie sich wünschen.

Deswegen wird sie in allen Dingen, egal wie meine Entscheidung ausfällt, komplett hinter mir stehen. Das ist ein gutes Gefühl und ich habe bereits gesagt, dass der Job mir sehr viel Spaß macht. Ich hänge an dem Trainer-Job und deswegen kann ich mir auch nichts anderes vorstellen als diesen Beruf. Man hat natürlich einen großen Druck beim FC Bayern, aber das bin ich schon als Spieler gewohnt und das ist eine ganz normale Sache im Leben eines Trainers und das macht mir wahnsinnig viel Spaß."

Manuel Neuer (Kapitän FC Bayern München)

... zum Spiel: "Wir sind nicht nur in diesem Spiel gescheitert. Vom Ergebnis her ist der Sieg verdient, aber in München war das Ergebnis nicht gut. Die Ausgangssituation hätte besser sein müssen, wenn man nach Paris fährt. Es ist natürlich ärgerlich, weil wir im ersten Spiel zu viele Chancen liegen gelassen und das eine Tor zu viel kassiert haben. Alle Spieler, die nicht dabei gewesen sind, fehlen uns. Es ist so, dass wir auch ein wenig aus dem letzten Loch pfeifen und dann ist es schwierig, wenn man gegen so eine Mannschaft spielt.

Wir haben dennoch versucht, eine Top-Mannschaft aufs Feld zu bekommen, was wir auch geschafft haben und alle, die auf dem Feld standen, haben auch alles gegeben. Man weiß, wie wir gespielt haben, deshalb ist es nicht so negativ. Wir sind zusammen Club-Weltmeister geworden und die Chancen stehen gut, dass wir Meister werden. Deshalb gehe ich davon aus, dass alles positiv aussieht."

Thomas Müller ...

... zum Spiel: "Wir haben einen Treffer zu wenig erzielt, um weiterzukommen. Das Spiel war etwas anders als in München und wir hatten nicht so viel Druck auf das gegnerische Tor. Paris hatte dann große Chancen und wir hatten dann die Situation, die wir wollten und erzielten den Treffer. Wir haben es dann aber verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Unser Bemühen und Engagement waren super, aber das Spiel war sehr zerfahren. Der Schiedsrichter hat sich auch sehr auf das ganze Gejammer und Geschrei eingelassen. Wir kamen nie in so eine richtige Druckphase, weil das Spiel immer wieder unterbrochen wurde.

Am Ende waren dann auch unsere Situationen einen Tick zu ungefährlich. Insgesamt glaube ich, ist es für uns sehr enttäuschend, dass wir trotz eines Sieges in Paris ausgeschieden sind. Wir haben sehr viel reingesteckt. Wir hatten es über zwei Spiele gesehen in der eigenen Hand und haben es mit einem Tor nicht gewonnen."

Neymar (Paris Saint-Germain) ...

... zum Spiel: "Es war eine tolle Partie für alle Fußball-Fans mit vielen Torchancen. Wir sind alle sehr froh über das Weiterkommen. Wir sind sehr zufrieden, dass wir uns gegen ein starkes Team durchgesetzt haben, nämlich gegen den Champion der letzten Saison. Ich hoffe, dass es das Jahr von Paris sein wird. Wir müssen nun schauen, gegen wen wir spielen und hoffen, dass wir die Champions League gewinnen. Wir wollen den Pokal, aber gegen jedes Team wird es nun unglaublich schwierig."

© SZ/sid/schm
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