Stimmen zum EM-Finale:"Es tut einfach nur schweineweh"

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Stimmen zum EM-Finale: Svenja Huth nach dem verlorenen Finale.

Svenja Huth nach dem verlorenen Finale.

(Foto: Shaun Botterill/Getty Images)

Svenja Huth reagiert enttäuscht, Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg versucht, nach vorne zu schauen, und der DFB-Präsident zieht trotz der Finalniederlage ein positives Fazit. Die Stimmen.

Svenja Huth: "Es tut einfach nur schweineweh. Wir haben 120 Minuten alles gegeben und uns auch durch den 0:1-Rückstand nicht beirren lassen. Wir haben uns leider nicht belohnt. Das müssen wir erst mal sacken lassen. Wir sind trotzdem froh und stolz, dass wir so viele Menschen erreicht haben."

Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin: "Wir waren nah dran. England hat im eigenen Land aber dem Druck standgehalten. Glückwunsch an die Engländerinnen. Alexandra Popp hätte auch beim Gegner etwas ausgelöst mit ihrer Präsenz. Aber es ging einfach nicht. Wir sind todtraurig, dass wir verloren haben. Wir sind in einem Prozess, es hat nicht ganz gereicht. Also müssen wir noch ein bisschen mehr tun. Wir wachsen an solchen Spielen."

Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes: "Unsere Frauen-Nationalmannschaft hat den deutschen Fußball bei der EM herausragend vertreten, daran ändert auch die Finalniederlage im ausverkauften Wembley-Stadion gegen die großartigen Gastgeberinnen aus England nichts. Unsere Spielerinnen haben das ganze Land begeistert, sie sind sympathisch, authentisch und nahbar aufgetreten, sie leben echten Teamgeist vor. Dieser Zusammenhalt übertrug sich auch auf den Platz."

Männer-Bundestrainer Hansi Flick: "Es tut mir für Martina Voss-Tecklenburg und ihr gesamtes Team sehr leid, dass sie ihre großartigen Auftritte nicht mit dem Titel krönen konnten. Aber nach der ersten Enttäuschung können sie mit Stolz auf dieses Turnier zurückblicken. Mit welcher Leidenschaft und gleichzeitig Leichtigkeit, Spielfreude und Teamgeist die Mannschaft durch dieses Turnier gegangen ist, hat mich begeistert. Das war auf und neben dem Platz überragend, die Spielerinnen waren eine verschworene Einheit und deshalb erst im Finale von den Gastgeberinnen zu besiegen."

Donata Hopfen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga: "Herzlichen Glückwunsch an Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und das gesamte Team zu einem fantastischen Turnier! Nummer zwei in Europa - das ist das Ergebnis großartiger Leistungen in den vergangenen Wochen. Es war eine riesige Freude, die Spiele zu verfolgen. Die deutschen Frauen haben sehr eindrucksvoll gezeigt, was mit Leidenschaft, Talent und einem herausragenden Teamgeist möglich ist."

DFB-Direktor Oliver Bierhoff: "Dieses großartige Turnier unserer Mannschaft hätte den Titelgewinn als würdigen Abschluss verdient gehabt. Leider hat es nicht ganz gereicht. Im DFB haben wir für unsere Mannschaften das Motto vorgegeben: Zurück an die Weltspitze. Die Auftritte unserer Mannschaft in England waren trotz der Finalniederlage vom ersten Spiel an bis zum Schluss ganz große Klasse, dieses Turnier wird ein Meilenstein für die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland sein. Diese Leistung unserer Nationalmannschaft gibt dem gesamten DFB noch mal Extra-Motivation mit Blick auf die Ende des Jahres anstehende Weltmeisterschaft der Männer."

Englands Siegtorschützin Chloe Kelly: "Oh mein Gott, es ist einmalig. Danke an jede einzelne Person, die uns unterstützt hat, das ist so unreal. Aus so was sind Träume gemacht. Für ein kleines Mädchen, das früher Frauenfußball geschaut hat, ist das unglaublich."

Englands Fußball-Legende Gary Lineker in Abwandlung seines berühmten Spruchs: "Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Frauen jagen für 90 Minuten dem Ball nach und am Ende gewinnt tatsächlich England."

Heike Ullrich, DFB-Generalsekretärin: "Es ist sehr schade, dass es heute nicht zum neunten EM-Titel gereicht hat. Trotzdem hat die Mannschaft ein herausragendes Turnier gespielt und kann sehr stolz auf sich sein. Unsere Spielerinnen haben mit ihrer couragierten und leidenschaftlichen Art eine riesige Begeisterungswelle in Deutschland ausgelöst."

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