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Start in die Europa League:Therapiezentrum für enttäuschte Erstligisten

Erst wollen alle rein, dann klagen sie über die Belastungen: Die Europa League ist und bleibt eine umstrittene Veranstaltung. Und Bayer Leverkusen muss erst noch klären, wie es seinen Gegner schreibt.

Es ist schon ein lustiger Wettbewerb - nicht nur wegen des schrulligen deutsch-englischen Namens "Europa League" (warum eigentlich nicht: European Liga?). Das Lustigste an diesem Wettbewerb ist aber, dass sich Klubs eine Saison lang abrackern, um ihn zu erreichen, dass sie enthemmt jubeln, wenn sie am 34. Spieltag die Qualifikation geschafft haben. Und dass ihnen dieser Wettbewerb, kaum dass sie drin sind, auf einmal lästig wird.

Einsatz von Tasci gegen Bukarest fraglich

Einsatz fraglich: Stuttgarts Serdar Tasci.

(Foto: dapd)

Das ist jedenfalls der Eindruck, den mancher Klub zuletzt vermittelt hat: dass es anstrengend ist, donnerstags nach Zypern oder Rumänien zu reisen; dass es nervig ist, in der Bundesliga immer erst sonntags zu spielen; und dass man in dieser Europa League auch erst anständig Geld verdient, wenn man ins Viertelfinale einzieht.

Er geht jetzt wieder los, dieser Wettbewerb, mit vier deutschen Teilnehmern, so vielen wie seit der Saison 2008/09 nicht mehr. "Wir haben ein Jahr auf die Europa League hingearbeitet, jetzt wollen wir sie auch genießen", sagt stellvertretend der Stuttgarter Trainer Bruno Labbadia.

Das wird kein leichtes Unterfangen - drei der vier deutschen Klubs ziehen kriselnd in die Europa League, die jetzt auch noch als eine Art Therapiezentrum für enttäuschte Erstligisten herhalten muss. Ein Überblick.