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SpVgg Unterhaching:Gemischte Gefühle

Haching punktet zum Auftakt in Kaiserslautern und beklagt vergebene Chancen. "Wir nehmen das Ergebnis mit, für ein Auswärtsspiel in Lautern ist das schon okay", findet aber Präsidentensohn und Verteidiger Markus Schwabl.

Noch vor gut zwei Monaten hatte die SpVgg Unterhaching an gleicher Stelle richtig Haue bekommen: Mit 4:0 siegte der 1. FC Kaiserslautern damals im Drittligaduell am Betzenberg. Am Samstag nun gelang den Gästen aus dem Münchner Vorort zum Saisonauftakt ein deutlich besseres Resultat: Nach 90 intensiven Minuten stand ein 1:1-Unentschieden zu Buche, das bei Trainer Claus Schromm gemischte Gefühle auslöste: "Wenn man das Spiel heute mit dem von vor ein paar Wochen vergleicht, dann wollen und können wir schon zufrieden sein." Jedoch habe es seine Mannschaft verpasst, "zuzutreten, als der Gegner am Boden lag". Im Gegenteil: "Da haben wir den Lauterern wieder aufgeholfen", so der SpVgg-Coach.

Die Hachinger hatten den besseren Start erwischt, Max Dombrowka scheiterte mit einem Schrägschuss an FCK-Keeper Lennart Grill (14.), doch fünf Minuten später ließen sich auf der anderen Seite Markus Schwabl und Alexander Winkler durch einen Doppelpass düpieren, Carlo Sickinger bediente Florian Pick und jener überwand Hachings neue Nummer eins, Nico Mantl, mit einem exakten Schlenzer. Die Gäste fanden schnell zurück in die Spur, und nachdem Sascha Bigalke kurz vor der Pause mit einem Freistoß die Oberkante der Latte getroffen hatte (44.), machte es nach Wiederanpfiff Lucas Hufnagel deutlich besser: Bigalke leitete die Aktion mit einem Steckpass ein, Luca Marseiler legte per Hacke ab und Hufnagel ließ sich im Zweikampf mit Lauterns Jonas Scholz nicht beirren und schaufelte die Kugel ins linke Toreck (50.). Die Partie wogte in der Folgezeit hin und her, ein weiteres Tor wollte jedoch niemandem mehr gelingen. "Wir nehmen das Ergebnis mit, für ein Auswärtsspiel in Lautern ist das schon okay", sagte Präsidentensohn Markus Schwabl, Bestandteil der neuen Hachinger Dreierabwehrkette. "Aber zufrieden bin ich eigentlich nicht."