Der Geschäftsmann, Milliardär und Sportfunktionär Johan Eliasch hat, seit er vor fünf knapp Jahren an die Spitze des Ski- und Snowboard-Weltverbands Fis rückte, einige rekordverdächtige Taten vollbracht. Sein Umgangston in der Wintersportgemeinde stieß vielen so schnell so übel auf, dass nach rund einem Jahr seines Wirkens die Rede vom „Trump des Wintersports“ war. Zugleich bewies Eliasch Ausdauer. Der 64-Jährige ist bis heute Mehrheitseigentümer des Sportartikelausrüsters Head, der groß im Wintersportgeschäft mitmischt – was schlecht aussah, als Head vor rund drei Jahren ein Geschäft mit der Fis schloss. (Eliasch wies jeglichen Interessenkonflikt zurück.) Und, auch eine Leistung für den Präsidenten eines Weltverbands, der in der sportverbandfreundlichen Schweiz residiert: Die Fis verlor unter Eliasch bislang alle Verfahren, die auf der jüngsten Klage eines einstigen Geschäftsführers einer Fis-Tochterfirma fußen. Den Millionenbetrag, den die Fis deshalb zahlen muss, lässt Christian Pirzer, der frühere Geschäftsführer, mittlerweile per Gerichtsvollzieher eintreiben.
Fis-Präsident Johan EliaschDie letzte Rettung: ein armenischer Pass?
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Johan Eliasch, der britisch-schwedische Skandalpräsident des Ski- und Snowboard-Weltverbands, wird von seinen Heimatländern nicht zur Wiederwahl nominiert – arbeitet aber womöglich an einer Lösung, um im Amt zu bleiben.
Von Felix Haselsteiner und Johannes Knuth
