Süddeutsche Zeitung

Sportpolitik:Enhanced Games für Leichtathletik-Präsident Coe „Blödsinn“

Die Enhanced Games wollen Sportler mit einem Millionen-Preisgeld locken. Die traditionellen Doping-Regeln gelten nicht. Leichtathletik-Präsident Coe hat eine klare Meinung.

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Glasgow (dpa) - Der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes, Sebastian Coe, hat die angekündigten Enhanced Games als „Blödsinn“ bezeichnet. „Ich kann mich nicht dafür begeistern“, sagte Coe in Glasgow in Schottland. Dort finden von Freitag bis Sonntag die Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten statt.

Eine Reihe von Milliardären plant, Weltrekordjagden auch mithilfe von Doping-Mitteln zu inszenieren. Sie locken Athleten mit viel Geld: Eine Million US-Dollar als Prämie für einen Weltrekord. Wenn einer dumm genug sei und das Gefühl habe, daran teilnehmen zu müssen, würde er für lange Zeit gesperrt werden, sagte Coe.

Man erlebe gelegentlich verrückte Dinge, sagte Coe. Aber deswegen habe er keine schlaflosen Nächte.

Für ihre Enhanced Games wurden fünf Kernkategorien von Sportarten ausgewählt: Leichtathletik, Kampf-, Kraft- und Wassersport sowie Gymnastik. Mehr, als dass sie jährlich ausgetragen werden sollen, ist noch offen. Der Präsident der Enhanced Games glaubt, mit seinem Veranstaltungsprojekt die Olympischen Spiele der Zunft zu schaffen.

© dpa-infocom, dpa:240229-99-172072/2

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